Robert Thurman, Tibet-House-Mitgründer und Uma Thurmans Vater, mit 84 gestorben

Der Wissenschaftler starb am Dienstagmorgen, dem 16. Juni, in Woodstock, New York.

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Robert Thurman, Vater der Schauspielerin Uma Thurman und Mitgründer der Kulturinstitution Tibet House in New York City, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

Thurmans Tod wurde von Tibet House über die sozialen Medien bekannt gegeben. In dem Beitrag hieß es: „Wir müssen mit tiefer Trauer mitteilen, dass Robert A.F. Thurman, bedeutender amerikanischer Buddhismuswissenschaftler, Mitgründer von Tibet House US, Autor und Übersetzer, dessen Lehren unzählige Leben geprägt haben, am Dienstagmorgen, dem 16. Juni, in Woodstock, New York, verstorben ist.“

Der Beitrag trug den Zusatz „Om Mani Padme Hum“, ein Sanskrit-Mantra, das sich mit „Lob dem Juwel im Lotus“ übersetzen lässt. Thurman gründete Tibet House 1987 mit dem Ziel, die tibetische Kultur zu bewahren. Im Laufe der Jahre veranstaltete die Institution jährliche Benefizkonzerte mit Künstlern wie Patti Smith, FKA Twigs, David Byrne, Billy Corgan und anderen.

Erster westlicher Mönch des Dalai Lama

Auf seiner Website wird Thurman als „der erste westliche tibetisch-buddhistische Mönch, der von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama ordiniert wurde“, beschrieben. In einem Brief des Dalai Lama, den Tibet House veröffentlichte, schrieb dieser: „Wie Sie wissen, verband Bob und mich eine langjährige herzliche Freundschaft, seit wir uns Ende der 1960er-Jahre in Indien zum ersten Mal begegneten. Als Buddhismuswissenschaftler verfügte er über ein wahrhaft bemerkenswertes Wissen, einschließlich seiner Beherrschung der tibetischen Sprache. Sein gesamtes Berufsleben widmete er der Weitergabe dieses Wissens – nicht nur an seine Studierenden, sondern durch seine Schriften und Lehren auch an die Welt.“

Weiter schrieb er: „Er hat zutiefst verstanden, dass das Überleben der tibetisch-buddhistischen Kultur untrennbar mit der Zukunft Tibets selbst verbunden ist. Ich habe sein Engagement für das tibetische Volk und seine Kultur sehr geschätzt, das durch Institutionen wie Tibet House so sichtbar zum Ausdruck kam. Bob hat ein erfülltes Leben geführt und ein Vermächtnis hinterlassen, das künftige Generationen von Studierenden des tibetischen Buddhismus und seiner Kultur noch lange inspirieren wird. Ich bin überzeugt, dass das Verdienst, das er durch ein Leben im Dienst an der Menschheit angesammelt hat, in kommenden Leben Früchte tragen wird.“

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