Talay Riley, Songwriter für Dua Lipa, Britney Spears und H.E.R., stirbt mit 35

Der Grammy-Gewinner wurde vergangenen Freitag bei einem Messerangriff in East London getötet – die Ermittlungen dauern an.

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Der Singer-Songwriter Talay Riley, der unter anderem Songs für Dua Lipa, Britney Spears und H.E.R. schrieb, ist vergangene Woche bei einem Messerangriff in East London ums Leben gekommen. Er wurde 35 Jahre alt.

Laut einer Erklärung der Metropolitan Police wurde Riley (bürgerlicher Name Mark „Yinka“ Orabiyi) am vergangenen Freitag, dem 5. Juni, gegen 9 Uhr Ortszeit mit Stichwunden in einem Garten aufgefunden. Er wurde noch am Tatort für tot erklärt. Ein zweites Opfer des Angriffs, ein Mann in seinen Zwanzigern, erlitt Verletzungen, die nicht als lebensbedrohlich eingestuft wurden.

Die Polizei nahm drei Personen unter dem Verdacht fest, Orabiyi getötet zu haben. Eine davon wurde auf Kaution entlassen, während die Ermittlungen weiterlaufen; die beiden anderen wurden ohne weitere Maßnahmen freigelassen. Ein Ermittler der Londoner Metropolitan Police erklärte, die Untersuchung „schreite zügig voran“, und bat alle Personen, die sich in der Nähe aufgehalten haben oder über Sicherheitskameraaufnahmen verfügen könnten, sich mit Hinweisen zu melden.

Familie bestätigt Rileys Tod

In einer auf Instagram veröffentlichten Erklärung bestätigten Rileys Familie und sein Manager Cleo Amedume seinen Tod. „Talay wird von denen, die ihn aus der Öffentlichkeit kannten, für sein unglaubliches Talent als Grammy-prämierter, mehrfach mit Platin ausgezeichneter Songwriter und Künstler in Erinnerung bleiben. Wer ihn persönlich kannte und liebte, wird vor allem seinen Humor, seine großzügige Art und seine unverwechselbare Präsenz vermissen.“

Zu Rileys bekanntesten Songwriting-Credits zählen Dua Lipas Single „Last Dance“ aus dem Jahr 2016, Khalids „Young Dumb & Broke“ sowie H.E.R.s „Lights On“. Letzterer brachte ihm seinen Grammy ein: Der Track erschien auf H.E.R.s selbstbetiteltem Debütalbum von 2017, das bei der 61. Grammy-Verleihung als Best R&B Album ausgezeichnet wurde. Riley war außerdem an Jessie Js „Who’s Laughing Now“, Britney Spears‘ „Clumsy“, Jason Derulos „If It Ain’t Love“ und Nick Jonas‘ „Levels“ beteiligt.

Sein Durchbruch als Songwriter und Performer gelang Riley 2009 durch seine Zusammenarbeit mit dem Grime-MC Chip. Riley co-schrieb und featured auf mehreren Songs auf Chips Debütalbum „I Am Chipmunk“, darunter „Look for Me“, das in den britischen Singlecharts bis auf Platz sieben kletterte. Einige Jahre später landete Riley mit „Make You Mine“ einen kleinen eigenen Hit, der auf seinem Mixtape „Going to California“ von 2011 erschien.

Neues Album in Planung

Auch nach dem Aufstieg seiner Songwriting-Karriere veröffentlichte Riley weiterhin eigene Musik. Er stellte regelmäßig neue Tracks online und schien zuletzt – basierend auf seinen jüngsten Social-Media-Posts – kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Albums zu stehen.

Auch als Songwriter blieb er aktiv. Er wirkte an Paloma Faiths Album „The Glorification of Sadness“ von 2024 mit, an Kelalas 2025er Werk „In the Blue Light“ sowie an Kehlanis aktuellem selbstbetiteltem Album. Zudem arbeitete er eng mit der aufstrebenden britischen Girlgroup Flo zusammen und erhielt für seinen Beitrag zu deren Debütalbum „Access All Areas“ eine Grammy-Nominierung.

Rileys Bruder Michael Orabiyi – selbst ein bekannter Songwriter unter dem Namen Scribz Riley – veröffentlichte auf Instagram einen Nachruf: „Er hatte eines der reinsten Herzen, die ich je kennengelernt habe. Er liebte tief, gab großzügig und berührte unzählige Menschen durch sein Talent, seine Güte und seinen Geist. Die Flut der Anteilnahme zeigt bereits, wie viele Leben er geprägt hat. Du hast so viele Menschen inspiriert, und dein Vermächtnis wird durch deine Musik, deine Familie, deine Freunde und alle, die das Glück hatten, dich zu kennen, weiterleben.“

Tributes von Stormzy und Khalid

In den Kommentaren unter Michaels Beiträgen meldeten sich zahlreiche Weggefährten und Kollegen von Riley mit Beileidsbekundungen zu Wort, darunter Stormzy, Kehlani, Khalid und Ella Mai.

Jon Blistein schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil