Rock am Ring 2015: Neues Festival auf JHQ-Gelände nimmt Gestalt an


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Die Neuausrichtung von Rock am Ring am Standort Mönchengladbach auf dem JHQ-Gelände wird „voraussichtlich und grundsätzlich machbar“ sein. Das teilte der Veranstalter mit. Die Voruntersuchung durch die Stadt Mönchengladbach hätte bislang keine größeren Hindernisse gefunden.

„Natürlich konnten in der Kürze der Zeit nicht alle Fragen umfassend und abschließend geklärt werden“, übermittelte der Oberbürgermeister von Mönchengladbach, Hans Wilhelm Reiners. „Aber bisher ist kein K.O.-Kriterium erkennbar, das die Veranstaltung von vornherein ausschließt. Dennoch bleibt eine Reihe von Details und offenen Fragen, die geklärt werden müssen. Eine rechtsverbindliche Aussage gegenüber der Konzertagentur kann deshalb erst mit einem planungsrechtlichen Vorbescheid oder im Baugenehmigungsverfahren getroffen werden.“

Das JHQ-Areal, ein ehemaliger Militärstützpunkt, wurde erst Ende des Jahres 2013 von den britischen Streitkräften an den Bund zurückgegeben.

Um endgültig die Voraussetzungen zu klären wurden im Juni vier Arbeitsgruppen gegründet, die sich mit den Themen Sicherheit, Umweltschutz, Verkehr und Immissionsschutz beschäftigen. Die Arbeitsgruppe ‚Sicherheit‘ wird erst zu einem späteren Zeitpunkt zu Ergebnissen gelangen als die drei anderen Gruppen.

Auch auf Seiten Marek Lieberbergs ist man sich nach wie vor sicher, dass mit dem Ziel Mönchengladbach zur neuen Heimstätte des Events alles nach Plan verläuft. So äußert sich Martens Paul, der für die Konzertagentur mit seinem Beratungsunternehmen campo bei der Planung und Umsetzung der Großveranstaltungen hilft: „Die Stadt Mönchengladbach hat mit der konstruktiven Stellungnahme zu unserem Antrag die wesentliche Grundlage für das mehrtägige Festival auf dem JHQ-Gelände in Rheindahlen Anfang Juni 2015 geschaffen.“

Es gibt aber trotzdem noch einige Aufgaben, die bis zu einer endgültigen Lösung erledigt werden sollen: So müssen Vereinbarungen mit Landwirten, Anwohnern und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erzielt werden. „Eine weitere erfolgreiche Entwicklung vorausgesetzt, sollte der erforderliche Bauantrag bis Mitte August gestellt werden können“, teilte die Frankfurter Agentur mit. Erst wenn diese Angelegenheiten erledigt seien, würden in einer Konferenz erste Details bekannt gegeben.

Weil ein Gerichtsurteil festgelegt hatte, dass Marek Lieberberg nicht ohne Weiteres den Namen des Festivals für einen anderen Standort verwenden dürfe, wird seitens der Konzertagentur ein neuer Name für das Musikereignis geprüft. Dabei hatte es zuletzt auch das Gerücht gegeben, Lieberberg könnte einen Namenswettbewerb initiieren, mitdem die Fans selbst entscheiden könnten, wie das Festival in Zukunft benannt würde.