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Rock im Park 2014: 78 Straftaten, darunter 13 Körperverletzungen

„Rock im Park“ ist auch 2014 ein friedliches Musikfestival, das seinen 70 000 Besuchern größtenteils ein unproblematisches Vergnügen bereitet – Das ist der Tenor der Pressekonferenz zum Festival in Nürnberg. Laut Betreiber lägen genaue Zahlen noch nicht vor. Polizeisprecher Klaus Wild, seit drei Jahren verantwortlich für die Sicherheit auf dem Gelände, legte dar, dass es in diesem Jahr ein friedliches und Vorfall-armes Festival gewesen sei. 2013 hatte es noch 113 Straftaten gegeben, die zur Anzeige gebracht wurden – in diesem Jahr sind es nur 78, darunter 36 gemeldete Diebstähle. Obwohl es 13 Körperverletzungen gegeben habe, sei es doch sehr friedlich zugegangen, was laut Wild vor allem auf die hochsommerliche Wetterlage zurückzuführen sei. 

Wie auch bei „Rock am Ring“ sei auch bei „Rock im Park“ keine Ticketfälschung nachgewiesen worden. Vor einigen Wochen hatte man eine Bande in Hannover festnehmen können, die in China Ticket-Imitate für die beiden Festivals im Umlauf bringen wollte. Auch das Sanitäts-Konzept sei in diesem Jahr voll aufgegangen, wie der Koordinator in Sanitätsfragen, Thomas Bumiller, referierte. In diesem Jahr hatte man das Konzept noch einmal verändert: Jeder der acht Stützpunkte kann jetzt mehr Probleme selbst angehen. Ziel sollte es sein, dass es so weniger Krankenfahrten gibt. So waren laut Bumiller 2014 nur 30 solcher Fahrten notwendig, im letzten Jahr waren es noch 150 gewesen. Die Hitze habe auch nicht wie befürchtet zu großen Opferzahlen geführt. Im Vergleich zum letzten Jahr habe man nur 7% mehr Menschen wegen Kreislaufproblemen behandeln müssen.

Martin Reitmaier von Festivalbetreiber Argo Konzerte gab im Anschluss der Pressekonferenz auf Nachfrage der Journalisten zu erkennen, dass er mit Mönchengladbach als neuem Standort für „Rock am Ring“ rechne. Die Ticketpreise für „Rock im Park“ von inzwischen knapp mehr als 200 Euro halte er im Übrigen für gerechtfertigt. Sie seien, wenn man die Tagessätze mit den Preisen für Konzertabenden vergliche, angemessen. Peter Pracht, Geschäftsführer des lokalen Veranstalters Argo, gab zudem die erhöhten Kosten auf Personalseite zu bedenken. Durch den neu eingeführten Mindestlohn im Sicherheitsgewerbe sei es so schon in diesem Bereich zu Mehrausgaben von 400 000 Euro gekommen.

Dem Vorwurf, man wolle den Getränkeverkauf auf dem Festival mit Aufforderungen zum Trinken ankurbeln (es hatte wegen der großen Hitze desöfteren Einblendungen auf den Bildschirmen gegeben), begegnete man bei Argo mit der Aussage, dass vor den Bühnen in einzelnen Pits insgesamt 50 000 Liter Wasser gratis verteilt wurden.

Angesprochen auf den schlechten Sound auf den Bühnen – beklagt wurde z.B. der Klang während des Auftritts von Queens Of The Stone Age – erklärte Pracht, dies sei vor allem Sache der Bands, die eigenständig für die Abmischung der Musik verantwortlich seien. Die Techniker des Festivals stellten nur die funktionierenden Anlagen bereit. Allerdings sei von einer technischen Störung, wie auch angenommen worden ist, nicht auszugehen, so der Geschäftsführer von Argo.


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