ROLLING STONE Daily: Die Pop-News vom 03. Mai 2011


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Ein neues Album samt Tour von AC/DC? Man kann sich schon jetzt ausrechnen, dass das ein Verkaufsknaller wird. So geschehen bei „Black Ice“ im Jahr 2008. Nun haben die Australier dem Magazin „BANG Showbiz“ die Pläne für die Zukunft dargelegt. Angus Young wurde sehr konkret und verriet: „Irgendwann werden wir wieder auf Tour gehen, wenn wir erst einmal ein neues Album draußen haben, was hoffentlich in den nächsten Jahren geschehen wird.“ Brian Johnson versprach für die besagte Tour: „Wir werden auf der nächsten Tour noch besser sein – wir werden es verdammt noch mal probieren!“ Just erschienen ist die DVD „AC/DC – Live At River Plate“. Hier ein paar Vorabtrailer:

Gutes Timing: Am Montagmorgen die offizielle Info rauszuhauen, dass man ein neues Video namens „Lost Weekend“ draußen hat. Hier ist der neue Clip von Eddie Argos und seinen Art Brut. Ach ja – die Herren und die Dame sind bald auf Tour: 25.05. Köln – Luxor / 26.06. Berlin – Levee Club / 27.06. Berlin – Levee Club / 28.05. Hamburg – Molotow.

Heute hatten die meisten deutschen Fans von Radiohead die Deluxe-Version von „The King Of Limbs“ im Postkasten. Bei der Gelegenheit: Ende letzer Woche war Thom Yorke recht überraschend Gast im Low End Theory Club in Los Angeles, wo er gemeinsam mit Flying Lotus ein DJ-Set gab und zwei Songs aus dem Radiohead-Oeuvre – nämlich „Bloom“ und „Reckoner“ – sang. Yorke bewies zudem, dass er musikalisch up to date ist – in seinem Set fand sich auch ein Track von Odd Futures Tyler, The Creator. Hier eine Aufnahme:

Sigur Rós stellen mit ihrem Song „Sæglópur“ den offiziellen Soundtrack zur Dokumentation „Human Planet“. Die wiederum ist eine Produktion des Discovery Channels und wird in sechs Teilen Menschen zeigen, die in den unwirtlichsten Gegenden des Planeten überleben. Hier der offizielle Trailer inkl. des Songs:

Die Smashing Pumpkins haben nun auch das „Remastering“-Alter erreicht: In den kommenden drei Jahren werden „Gish“, „Siamese Dream“ und „Pisces Iscariot“ remasterd und wiederveröffentlicht. Als der US-Rolling Stone mit Billy Corgan über diese Releases sprach, kam man nicht umhin, das Wort Reunion in den Raum zu rufen. Corgans deutliche Antwort, auf die Frage, ob es eine Reunion in der Originalbesetzung geben könne: „Nein, das wird niemals passieren […] Die Dinge, die in der Zwischenzeit passiert sind, waren unschön. Es gibt Gerichtsklagen und haufenweise anderen Quatsch. Es hat alles noch schlimmer gemacht. Es war vorher schlimm, nun ist richtig schlimm. Jimmy (Chamberlin) und ich sind nicht verfeindet – er macht gerade einfach das, worauf er Lust hat. Was ja auch richtig ist. Zwischen ihm und mir ist also kein böses Blut, das uns daran hindert, wieder gemeinsam auf einer Bühne zu stehen. Aber ich kann mir in keiner Weise vorstellen, dass ich jemals wieder mit James (Iha) und D’arcy (Wretzky) eine Bühne teilen werde.“ Schade. Dabei sah es doch mal so harmonisch aus:

Rilo Kiley-Mitglied Blake Sennett betreibt ähnlich wie Sängerin Jenny Lewis auch eine eigene Karriere. Während Lewis dabei unter ihrem Namen veröffentlicht, hat Sennett die Band The Elected am Start. Schon Mitte Mai erscheint sein neues Album „Bury Me In My Rings“ via Vagrant. Einen Song gibt’s bereits – wiedermal bittersüßen Westcoast-Indie, eventuell benannt nach einem Blick in den Spiegel:

Hier noch ein kleiner Ausflug in die Finanzwelt der Musikindustrie: Die Warner Music Group ging für satte 3,3 Billionen Dollar an den russischstämmigen Billionär Len Blavatnik. Dieser ist ein langjähriger Gefährte von Warner CEO Edgar Bronfman Jr. und hat laut US Rolling Stone nicht vor, das Management auszutauschen. Blavatnik will jedoch versuchen, Warner mit der EMI zu vermählen und in beiden Häusern massiv Kosten einsparen. Man darf gespannt – und vielleicht besorgt sein…