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ROLLING STONE präsentiert: A.R. & Machines live 2018

Anfang 1970 stöpselte Achim Reichel seine Gibson Firebird in ein Tonbandgerät, um eine kurze Melodie als Memo aufzunehmen. Als er sich später die Aufnahme anhört, rauschen plötzlich die Gitarren, denn sein Gerät spielt ihm in Dauerschleife Echos der Tonfolge vor. Ohne es zu wissen hatte der Musiker den Loop entdeckt. Für Reichel der Anfang eines Experimentierfeldes, das er nie mehr verlassen wollte.

Als Frontmann der Rattles und mit Wonderland wird er zu einem der Pioniere des Krautrock und frickelte unter dem Namen A.R. & Machines stets weiter an düsteren, geheimnisvollen, undefinierbaren Klängen. Zwischenzeitlich gerieten die Platten der Band („Grüne Reise“, „Echo“) allerdings in Vergessenheit – und seit einige Schallplatten zu Höchstpreisen gehandelt werden, wuchs bei Reichel die Sehnsucht, sie einem neuen Publikum zu präsentieren.

Sound-Demonstrationen

Frank Dostal, Reichels Langzeitpartner, schrieb 1971 über „Die Grüne Reise“: „’Die Grüne Reise‘ ist das erste hörbare Ergebnis einer neuen Auffassung von Musik. Wer sie hört, wird inspiriert: Optisch-akustische Visionen werden geformt, Klänge wiedergeboren, Aggressionen gelöst. Neue Gespräche. allein, mit anderen – ohne Sentimentalitäten. Revolutionsfern. Es wird empfohlen, diese Platte zu Massenveranstaltungen, Acid-Feten, Sound-Demonstrationen, euphorischen Höhenflügen, Liebesvereinigungen, politischen Veranstalten und als Filmmusik zu spielen.“

Klangkunstwerke, die moderner nicht sein könnten – und die A.R. & Machines 2018 auf Tour live spielen. Präsentiert von ROLLING STONE.

Update: Der Veranstalter lässt mitteilen: „Aufgrund unzureichender Ticketverkäufe sehen wir uns leider gezwungen, die Konzerte von A.R. & Machines in Lübeck und Köln abzusagen. Tickets können dort, wo sie erworben wurden, zurückgegeben werden. Die anderen fünf Konzerte finden wie geplant statt.“

The Art of German Psychedelic: A.R. & Machines live 2018

  • 04.04. Lübeck, Kulturwerft – Halle 9
  • 09.04. Berlin, Admiralspalast
  • 10.04. Hannover, Theater am Aegi
  • 11.04. Köln, Philharmonie
  • 12.04. Dortmund, Konzerthaus
  • 13.04. Bremen, die Glocke
  • 22.06. Hamburg, Stadtpark


Coldplay: Geschichte einer enttäuschten Liebe

Was ist nur aus dieser Band geworden, die einmal so treffend den „Trouble“ nach der verloren gegangenen Liebe besang, sich in die Gehirnwindungen eines Wissenschaftlers vergraben konnte, das erbarmungslose Verstreichen der Lebenszeit in eine grelle Klavier-Tanz-Nummer überführte und den Titel eines ihrer kürzesten und schönsten Songs dem goldenen Mantra eines Kultbuchs für Nerds und Studenten entlieh? Ich muss zugeben, dass ich an Coldplay verzweifle. Ich kann nicht begreifen, wie es möglich sein kann, dass vier doch recht begabte Typen, die einen Haufen unsterblicher Lieder geschrieben haben, plötzlich aufgehört haben, Musik zu machen. Oder wenigstens Musik, die berühren will. Wie sensibel…
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