Rolling Stone Weekender: jetzt auch mit Travis, Sophie Hunger und acht weiteren Acts

Die nächsten Künstler für den ROLLING STONE Weekender stehen fest. Es gibt elf neu gebuchte Acts – was die Anzahl der Konzerte auf nun 19 erhöht.

Neu dabei sind:

Travis
Steven Wilson
Sophie Hunger
Phosphorescent
Robert Vincent
Lewis Watson
Heartless Bastards
Night Beds
Shovels & Rope
Cate Le Bon
Teleman

Das aktualisierte Lineup sieht bis jetzt wie folgt aus:

Suede, Glen Hansard, Travis, Thees Uhlmann & Band, Steven Wilson, They Might Be Giants, Sophie Hunger, Phosphorescent, The Tallest Man On Earth, Blaudzun, Matthew E. White, Robert Vincent, Idiot Wind, Lewis Watson, Heartless Bastards, Night Beds, Shovels & Rope, Cate Le Bon und Teleman

Lesungen: Frank Spilker

Der Rolling Stone Weekender

Neben den insgesamt rund 25 Konzerten wird es an den beiden Festivaltagen beim diesjährigen Indoor- Festival am 22. und 23. November in der Ferienanlage Weissenhäuser Strand direkt an der Ostsee ein vielseitiges Rahmenprogramm geben, bestehend aus Lesungen, Aftershow-Partys und Workshops.

Der ROLLING STONE Weekender hat jedes Jahr im November und zum bereits fünften Mal in Folge einen festen Termin im Festivalkalender. Alle Veranstaltungen des intimen Festivals mit einer Kapazität von 4.500 Besuchern finden indoor in entspannter Atmosphäre statt. In den Tickets sind zwei Übernachtungen – wahlweise in einem der Apartments oder im Hotelzimmer der Anlage – inbegriffen. Die Preise beginnen ab 129 Euro. Den Weekender-Gästen stehen die Infrastruktur und alle Annehmlichkeiten des Ferienparks zur Verfügung – Subtropisches Badeparadies, Sauna, Wellnessanwendungen, Restaurants, Bistros, Cafés, Bars und ein Supermarkt. Der direkt an die Anlage grenzende Ostseestrand lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Der ROLLING STONE Weekender vereint damit den Spaß eines Festivals mit dem Erholungsfaktor eines Kurzurlaubs – für alle Musikliebhaber, für die ein Festival mit Gleichgesinnten immer noch magische Anziehungskraft ausübt, deren Ansprüche aber über Zelt, Luftmatratze und Dosenbier hinausgewachsen sind.

Der ROLLING STONE Weekender ist eine Gemeinschaftsproduktion von FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH und dem ROLLING STONE Magazin.

Infos

ROLLING STONE Weekender

22. und 23. November 2013 – Weissenhäuser Strand / Ostsee

unter anderem mit:

Suede, Glen Hansard, Travis, Thees Uhlmann & Band, Sophie Hunger, They Might Be Giants, Phosphorescent, The Tallest Man On Earth, Blaudzun, Matthew E. White, Idiot Wind

Lesungen: Frank Spilker

Kombi-Tickets (inkl. 2 Übernachtungen) sind ab 129 Euro unter 01805 – 853 953 (0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.) oder unter www.rollingstone-weekender.de erhältlich.

Alle bislang bestätigten Bands und Autoren in alphabetischer Reihenfolge:

Blaudzun

In seiner Heimat, den Niederlanden, hat Blaudzun es mit seinem Indie-Folk schon ziemlich weit gebracht. Seine Alben sorgten dort für begeisterte Kritiken und brachten ihm Vergleiche mit Arcade Fire, Ryan Adams und Anthony & The Johnsons ein. Seine Clubtour war dort komplett ausverkauft. In Deutschland ist Blaudzun, der eigentlich Johannes Sigmonds heißt und sich den Nachnamen eines dänischen Radfahrers als Pseudonym zu eigen gemacht hat, dagegen eher noch in den Startlöchern, ihn hierzulande aber als Geheimtipp zu bezeichnen, würde  der Wahrheit allerdings auch nicht mehr gerecht werden: Spätestens seit Erscheinen seines aktuellen Albums „Heavy Flowers“ im Sommer 2012, über das die Presse schrieb, „es spaziere durch den Park voller Folk-Sträucher, Singer-Songwriterwiesen, pathetischer Popseen und leinenloser Indierockhunde, während Get Well Soon und Bart Constant Enten mit Brotkrumen füttern“, steigt die Zahl seiner Fans auch hierzulande von Tag zu Tag. Blaudzuns dichte, behaglich knisternde Songs sind genau das Richtige, um sich nach einem langen Spaziergang am herbstlichen Ostseestrand aufzuwärmen.

www.blaudzun.com

Cate Le Bon

Die junge Songwriterin aus Cardiff, die zurzeit in Los Angeles lebt und dort an ihrem dritten Solo-Album arbeitet,  machte erstmals von sich reden, als sie Super Furry Animals-Frontmann Gruff Rhys auf dessen Solo-Tour supportete. Und nicht nur das, sie war auch die erste Künstlerin, die er auf seinem eigenen Label unter Vertrag nahm und Teil des gemeinsamen Neon Neon Projekts. Ihr abwechslungsreich instrumentierter, stimmungsvoller Avant-Pop-Folk erinnert mitunter an eine walisische Ausgabe von The Velvet Underground & Nico – Cate Le Bon präsentiert sich dabei als sagenhafte Songwriterin mit einer unverwechselbaren Stimme, verarbeitet folkloristische Elemente in Songs voll bezaubernder Simplizität, Harmonie und träumerischen Klängen. Folgerichtig bescheinigt das US-amerikanische Magazin paste der Waliserin: “(Cate) has all the ingredients for what it takes to be the next big thing in female art-pop”.

www.catelebon.com

Frank Spilker (Lesung)

1966 in Herford geboren, lebt Frank Spilker seit Jahren in Hamburg und ist den meisten Menschen als Sänger der von ihm gegründeten Band „Die Sterne“ bekannt, die seit Anfang der 1990er mit Liedern wie „Was hat dich bloß so ruiniert“ oder „Fickt das System“ zu den einflussreichsten musikalischen Formationen in Deutschland zählt. Neben den „Sternen“ betrieb Spilker auch Soloprojekte wie die „Frank Spilker Gruppe“ und schrieb Filmmusik. Beim ROLLING STONE Weekender liest er aus seinem ersten und im März erschienenen Roman „Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen“. Darin erzählt er die Geschichte von Thomas Troppelmann, dessen Freundin weg und sein Hamburger Grafikbüro pleite ist – und das so lässig und lakonisch, dass man der Hauptfigur liebend gern durch das Buch folgt.

diesterne.de

Fritz Rau (Lesung)

Wir geben nicht auf: Auf wenn uns seine Gesundheit immer wieder kurzfristig einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, geben wir die Hoffnung nicht auf, dass es diesmal mit seinem Besuch klappt: Fritz Rau. Erhat in den vergangenen 50 Jahren wohl mit den wichtigsten Beitrag für die deutsche Musikszene geleistet und gilt als einer der bedeutendsten Konzertveranstalter. Fritz Rau holte Künstler wie Marlene Dietrich, Peter Maffay, Tina Turner, Janis Joplin, The Doors, Udo Lindenberg, Bruce Springsteen und viele mehr auf hiesige Bühnen. Im Rahmen seiner Lesung beim Weekender wird er einen Schwerpunkt auf die 20-jährige Geschichte der American Folk Blues Festivals legen – und eindrucksvoll und anekdotenreich erzählen, wie die Zusammenarbeit und die Tourneen mit den Rolling Stones, Eric Clapton und Jimi Hendrix waren. Wie sagte Mick Jagger einst so schön: „Rock´n Rau forever“!

Glen Hansard

Glen Hansard gehört zu jenen Menschen, die sich nie den Tiefen der Frustration hingegeben haben und stets weiter ihren Weg gegangen sind. Der Ire, der mit Dreizehn die Schule schmiss, sich als Straßenmusiker durchschlug, mit 21 eine der Hauptrollen in Alan Parkers Rock’n’Roll-Film „The Commitments“ spielte, Sänger, Songwriter und Gitarrist der Band The Frames sowie eine Hälfte des Folk-Rock-Duo The Swell Season war und ganz nebenbei einen Oscar für seinen Song „Falling Slowly“ gewann, ist heute durchaus so etwas wie ein Weltstar – und vom Abgehobensein immer noch so weit entfernt wie ganz am Anfang seiner Karriere. Seine Gefühle lebt der heute 42-Jährige in seinen Songs aus. Glen Hansard gehört ohne Zweifel zu den emotionalsten Sängern dieses Planeten, seine Konzerte sind von einer ganz besonderen Magie geprägt. Seine Songs, angereichert mit all dem Glück und Schmerz, die das Leben erst spürbar und wahrhaftig machen, geprägt von der löchrig gespielten Akustikgitarre, die er seit Jahr und Tag spielt, hüllen einen ein wie eine warme Decke.

www.glenhansardmusic.com

Heartless Bastards

Seit sich Heartless Bastards 2002 gegründet haben, hat sich die Band als großartiger Live-Act in der klassischen Besetzung mit zwei Gitarren, Schlagzeug und Bass einen Namen gemacht. Die Heartless Bastards zeichnen sich durch den bandeigenen Stilmix aus 70’s Soul, Funk, Blues, Glam-, Hard- und Stoner-Rock aus – getoppt von der Stimme von Erika Wennerstrom, mit der die Heartless Bastards-Sängerin, -Gitarristin und -Songschreiberin locker zwischen zart schmelzenden, gerne auch leicht psychedelischen Balladen zu kräftig rockenden Stampfern wechselt. Endlich wieder eine Sängerin/Songschreiberin, die weiß wie Rock buchstabiert wird und eine Band, die dies grandios auf die Bühne bringt.

www.theheartlessbastards.com

Idiot Wind

Bei diesem Namen denken die meisten wahrscheinlich eher an einen Songtitel von Obergrantler Dylan als an eine zarte Schwedin aus Dalarna – zumindest noch. Denn die ätherischen Balladen voller Melancholie und Verletzlichkeit von Amanda Bergmann aka Idiot Wind versprechen, zukünftig für jede Menge Gesprächsstoff zu sorgen. Ungekünstelt und fast ein bisschen schüchtern, mit einer wunderschönen Stimme, die wie geschaffen für die intensiven Songs ist, verbreitet Amanda Bergmann eine herrliche Schwermut, die anstelle von Unbehagen ein tiefes Wohlgefühl erzeugt. Ihre erste EP ist bereits auf dem Markt und mit etwas Glück kann man sich beim Weekender auf die Songs ihres Debütalbums freuen.

www.idiotwind.se

Lewis Watson

Um den Singer/Songwriter-Nachschub muss man sich dieser Tage nur wenig Sorgen machen – für Nachwuchs ist gesorgt: Lewis Watson aus Oxford ist Anfang 20 und verdiente sich erste Meriten durch auf Youtube veröffentlichte Cover-Versionen – ein patentes Erfolgsrezept der jüngeren Vergangenheit, das ihm auf prompt einen Major-Deal einbrachte. Watson singt mit fragiler, weicher Stimme entspannten, harmonischen Folk-Pop – wie gemacht für einen Tag am (Weissenhäuser) Strand.

www.lewiswatsonmusic.com

Matthew E. White

Aus dem tiefsten Süden der USA, aus Virgina, kommt Matthew E. White. Der junge Amerikaner mit den langen, zotteligen Haaren und dem markanten Vollbart begibt sich mit seinen Zuhörern gerne auf eine Reise in die Vergangenheit. Vier Jahre hat Matthew E. White mit seinen Eltern, christlichen Missionaren, auf den Philippinen verbracht. Dieser spirituelle Hintergrund schwingt nicht nur in den Melodien seiner Songs mit, sondern spiegelt sich auch in den Texten wider. Ein Titel wie „Gone Away“ mutet fast wie Gospel an. Jeder Song seines Debütalbums „Big Inner“ zeigt dabei unterschiedliche Facetten des menschlichen Lebens und der menschlichen Gefühlswelt, offenbart ganz persönliche Momente aus Mattthew E. Whites Leben – von Liebe und Tod, vom Suchen und Finden. Viele Titel sind dabei eine Hommage an Künstler wie Washington Phillips, Allen Toussaint, Jorge Ben, Jimmy Cliff oder Randy Newman und so gleicht sein Debut oftmals einer Zeitreise zurück in die frühen 1970er Jahre. Mit diesem Album im Gepäck, kommt Matthew E. White in Kürze für vier Termine nach Deutschland – um spätestens im Herbst zurückzukehren und den ROLLING STONE Weekender-Besuchern seine Mischung aus Country und Soul zu präsentieren.

www.matthewewhite.com

Sophie Hunger

Sophie Hunger verfügt über die wunderbare Gabe, Gegensätzliches zu vereinen: Sie vibriert vor Energie und wirkt doch ganz langsam, sie ist stark und verletzlich, artifiziell und dabei doch bodenständig, kapriziös und gleichzeitig bescheiden, eindringlich und doch unnahbar – eine geerdete Träumerin, eine Eidgenossin in den Wolken. Der Stil der Schweizer Sängerin und Songschreiberin vereint Folk, Jazz, Pop und zarte Rockanleihen, ihre Stimme, beim Sprechen leicht heiser, ist beim Singen klar und voll und einfach wunderschön. Wer die mitreißenden Live-Qualitäten der Sängerin und ihrer Band kennt, hat bereits die Kraft, die ungeheure Intensität erlebt, die bei ihren Konzerten entsteht und die einen manchmal sogar das Atmen vergessen lässt – wer nicht, sollte sich Sophie Hunger auf keinen Fall entgehen lassen.

www.sophiehunger.com

Night Beds

Mit dem Debüt-Album „Country Sleep“ hat Night Beds-Mastermind Winston Yellen gleich ein echtes Bravourstück hingelegt. Yellen beweist mit seiner Falsett-Stimme und seiner feinen Gabe für Songwriting darauf äußerst eindrucksvoll, dass er das Zeug zu etwas ganz Großem hat, wenn man ihn nur in Ruhe arbeiten lässt. „Country Sleep“ lässt den Schmerz fühlen, als wäre es der eigene, lässt einen über ein verrauschtes Leben nachdenken, während man gleichzeitig überschöner Musik zuhört. Manchmal schafft es ein Musiker mit seiner Band, autobiografisch zu sein und dabei doch allgemeine Wahrheiten auszusprechen und diese Botschaft auch noch in großartiger Musik auszudrücken, die einen gefangen nimmt. Night Beds sind so ein Glücksfall.

www.nightbeds.org

Robert Vincent

Robert Vincent ist ein Träumer im positiven Sinn, er glaubt an die heilende Wirkung von Musik und dass sie die Menschen in einer ichbezogenen Welt zusammenführen kann. Und er ist ein von Grund auf positiver Mensch, der selbst Niederlagen, Rückschlägen und Enttäuschungen, von denen er einige erlebt hat, etwas Positives abgewinnen kann. Vielleicht hat er seinem ersten Solo-Album deshalb auch den Titel „Life In Easy Steps“ gegeben. Die Songs von Robert Vincent kommen extrem lässig daher, wirken fast wie aus der Hüfte geschossen. Der Liverpooler Singer/Songwriter verbindet dabei Stile wie Country, Folk, Soul, Britpop und Americana auf beeindruckend leichte Art und Weise – egal, ob mit Fiddle und wimmernder Pedal Steel countryfiziert oder knietief im Herzschmerz watend, geht Vincents Musik und seine eindringliche Stimme direkt ins Ohr – und tiefer.

www.robertvincentmusic.com

Shovels & Rope

Der Act, der die meisten Nominierungen für die diesjährigen Americana Music Award erhalten hat, ist… nein, nicht die Superstars Mumford & Sons die übrigens gar nicht nominiert sind), sondern Shovels & Rope, die in sage und schreibe vier von sechs Kategorien für die Awards, darunter der für das „Album Of The Year“, vorgeschlagen wurden. Die Musik des Coachella erprobten Ehepaares Cary Ann Heast und Michael Trent klingt wie eine Kreuzung aus der Südstaatenpower der Alabama Shakes und dem kraftvollen Minimalismus der White Stripes. Ihre Harmonien, gepaart mit einem minimalistisch anmutenden Soundteppich aus Percussion und Gitarre, kommen bodenständig und gerade daher, energetisch und fein zugleich. Sie selbst nennen ihre Musik Joyful Noise und nach den inzwischen zahlreichen gemeinsamen Auftritten sind die beiden unglaublich versiert darin geworden, die Grenzen des Duoformates auszuloten und sie durch ausgefeilte Arrangements und kraftvoll wechselnde Gesangsparts zu erweitern. Ganz groß!

www.shovelsandrope.com

Steven Wilson

Steven Wilson ist ein Mann, der selbst in der abgeklärten internationalen Musikszene als Phänomen gilt, als kreatives Genie, dessen Produktivität als Sänger, Gitarrist, Keyboarder, Multiinstrumentalist, Songwriter, Produzent, Toningenieur und Labeleigner geradezu sprichwörtlich ist. In der Tat sind nur wenige so vielfältig und gleichzeitig erfolgreich aktiv wie Wilson: Ob als Produzent für Bands wie Opeth, Marillion, Jan Gabarek, Emerson, Lake & Palmer, Jethro Tull, King Crimson oder Fish, ob mit seiner eigenen Bands Porcupine Tree, Projekten wie Storm Corrosion, Blackfield und I.E.M. oder aber ganz aktuell mit dem Solo-Album „The Raven That Refused To Sing (and other stories). Damit avancierte der Brite zum unbestrittenen Meister des neuen Progrock, zum Erneuerer dieses Genres, dem es sogar gelang, diese Musik wieder in die Charts zu bringen. Wir freuen uns auf Steven Wilson und Prog-Rock, so wie er sein muss sein: melodisch, episch, abwechslungsreich, elegisch, bombastisch und monströs.

www.stevenwilsonhq.com

Suede

Wir erinnern uns: An die Anfangsjahre der Neunziger, an Zeiten, als langhaarige US-amerikanische Jungs mit schmuddeligen Holzfällerhemden im musikalischen Trend lagen, und in die ein paar Dandys aus England mit Glam, Drama, Romantik und einer gehörigen Portion Narzissmus platzten – und quasi über Nacht zu einer der angesagtesten Bands Kontinentaleuropas und zur Triebfeder des Britpop wurden: Suede. Zurück in die Gegenwart: Im März haben Suede nach elf Jahren Pause wieder ein Studioalbum veröffentlicht. Das Fazit: Die Zahl der Bands, die nach so langer Zeit so kraftvoll und vital zurückkommen, lässt sich an einer Hand abzählen. Suede setzen mit „Bloodsports“ ein klares Statement – es geht nach vorne, vom Rückzug aufs Altenteil keine Spur. Suede-Sänger Brett Andersson hat nichts von seinem Charisma, seine Stimme nichts von ihrem pathetischen Timbre eingebüßt, die Songs nichts von ihrer charmanten Schwülstigkeit und überbordenden Melancholie verloren und auch die Gitarren scheppern herrlich verwaschen wie eh und je. Alles Gründe, sich wie Bolle auf den Auftritt von Suede beim ROLLING STONE Weekender zu freuen.

www.suede.co.uk

Teleman

Das Londoner Quartett Teleman lässt sich durchaus als Newcomer-Band bezeichnen – schließlich hat es erst im Januar 2013 seine Debut-Single veröffentlich. Bei drei der vier Teleman-Mitgliedern sollte man mit dem Begriff allerdings etwas vorsichtiger sein: Neben Tom Sanders und seinem Bruder Johnny findet sich bei Teleman auch noch Peter Cattermoul, die gemeinsam mit zwei weiteren Musikern das Quintett Pete and the Pirates bildeten. Aber zurück zu Teleman und ihrer ersten Single, die der Band nicht nur einen Platz auf der begehrten Playlist von BBC Radio 6 Music einbrachte, sondern auch im Line-up der populärsten Festival das britischen Insel. Der Sound von Teleman wurde von der Presse dort mit „Robert Wyatt meets Pet Shop Boys meets The Velvet Underground” beschrieben – klingt vielleicht nicht sehr griffig, aber spannend, oder? Beim Weekender beehren Teleman uns dann mit den Songs aus ihrem ersten Album, das bis dahin auf dem Markt sein soll.

www.telemanmusic.com

Thees Uhlmann & Band

Keiner erzählt in seinen Songs Geschichten über gerissene Gitarrensaiten, gepimpte Karren und Littbarski-Poster über dem Bett schöner als Thees Uhlmann. Wenn es nicht so klebrig klingen würde, könnte man glatt sagen, Thees ist der Beweis dafür, dass deutsche Songs geistreich, klug und witzig sein können. Und nicht nur textlich, auch musikalisch sind es die richtigen Hebel, mit denen Uhlmann seine Songs anpackt. Der Rock ist weniger Indie und gibt sich stattdessen breiter und opulenter. Es muss nicht immer die Gitarre sein, die den Weg vorgibt. Warum nicht mal ein Klavier? Oder ein Beat? Oder der Bass? Oder eine Mundharmonika? Oder ein Akkordeon? Oder ein paar Bläser? Oder alles zusammen? Insgesamt mehr US- als Britrock, mehr Tamtam als Tomte, schöpfen Uhlmann und sein Produzent Tobias Kuhn aus den Vollen und klopfen an die Wall Of Sound, bis es staubt, kracht und wackelt. Gegenwärtig ist Thees mit Band im Studio, um seine zweite Platte aufzunehmen, die im August erscheint. Passend dazu folgt im Herbst eine Tour – und natürlich schauen die Jungs dann auch gerne wieder am Weissenhäuser Strand vorbei.

www.thees-uhlmann.de

The Tallest Man On Earth

„Auf die Größe kommt es an!“ – von wegen: Dass zumindest die Körpergröße eher nebensächlich ist, wenn es darum geht, „große“ Musik zu machen, beweist der schwedische Singer-Songwriter Kristian Matsson auf eindrucksvolle Art und Weise. Der 29-jährige Matsson ist mit 1,75 m definitiv nicht der größte Mann der Welt – mit seinen Songs gelingt es ihm aber nahezu mühelos, die Americana-Geschichte des 20. Jahrhunderts fortzuschreiben. Diese Direktheit im Ausdruck hörte man so zuletzt im Protestsong der 60er Jahre, aus kleinen Gesten entsteht bei Matsson wahrhaftig große Musik. Nicht umsonst wird in nahezu jedem Artikel über The Tallest Man On Earth der Vergleich zu einem gewissen Bob Dylan bemüht – und das nicht nur wegen seiner kratzigen Stimme und der ähnlichen Körpergröße. Obwohl er live mit vergleichsweise wenigen Instrumenten agiert und eher leise Töne anschlägt, verfügen gerade die Auftritte von Matsson über eine ganz besondere emotionale und festliche Stimmung: The Tallest Man On Earth besitzt zweifelsohne eine riesenhafte Bühnenpräsenz – mit seinem detaillierten und berührenden Songwriting wirft er ein Netz aus, in dem man sich gern hoffnungslos verstrickt.

www.thetallestmanonearth.com

They Might Be Giants

Mit ihren fesselnden Ohrwurmmelodien, skurrilen Texten und dem nerdig-intellektuellen Modebewusstsein zählten John Flansburgh und John Linnel zu den umtriebigsten und beliebtesten Bands der Indie-Pop- und College-Radio-Welt der späten Achtziger und frühen Neunziger. Mittlerweile haben die beiden Johns mehr als 30 Jahre gemeinsamer Bandgeschichte auf dem Buckel – inklusive weit über 300 Songs. Von denen hat es zwar hierzulande keiner bis ganz oben in die Charts geschafft – aber das ist zum Glück auch überhaupt nicht wichtig: They Might Be Giants müssen sich, ihren Fans und dem Publikum nichts mehr beweisen, sie sind auch ohne gigantischen kommerziellen Erfolg großartige Songwriter. Und ihre liebenswert schönen, manchmal schrulligen Popnummern, bei denen ab und an auch durchaus dezent gerockt wird, lassen einem nach wie vor das Herz aufgehen.

www.theymightbegiants.com

Travis

Entweder wir machen es jetzt kurz oder die nächsten Seiten drehen sich nur um die vier Veteranen der britischen Indie-Pop-Szene, die Mitte bis Ende der 1990er Jahre mit Band wie Kula Shaker, Ocean Colour Scene und Embrace zu den populärsten Vertretern dieses Genres gehörten. Also lieber kurz: Nach sechs Longplayern, davon zwei Nummer 1-Alben in Großbritannien, drei Brit Awards, zehn Top 10-Singles sowie zwölf Top 20-Singles in UK und unzähligen ausverkauften Konzerten auf der ganzen Welt, haben sich Travis nach fünf Jahren Albumpause nun mit der Nachricht zurückgemeldet, am 16. August ihr neues Album mit dem Titel „Where You Stand“ auf den Markt und beim ROLLING STONE Weekender live zu Gehör zu bringen – wenn das keine Grund zur Freude ist.

www.travisonline.com


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Keane im Interview: „Wenn du davon träumst, wie es früher einmal war“

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