Ronnie Wood: Live-Album feiert Blues-Legende Jimmy Reed


von

Die Rolling Stones feiern gerade via Twitter das 59ste Jubiläum ihres weltersten Live-Aufritts im Londoner Marquee Club. Ansonsten kümmern sich die Bandmitglieder um ihre diversen Patchwork-Familien oder gehen Solo-Aktivitäten nach. Keith Richards etwa mit seiner „Singles’ EP“. Eine speziell für Streaming-Portale kuratierte Zusammenstellung, bestehend aus sechs Single-Kopplungen aus dem 1988er-Soloalbum „Talk Is Cheap“ und „Main Offender“ von 1992.

Mehr Mühe gegeben hat sich Kollege Ronnie Wood, der Anfang September ein Live-Album veröffentlicht. Die Aufnahmen dazu sind bereits Anfang November 2013 an einem legendären Abend entstanden. Nun wurde alles neu abgemischt und als Sammlerstück kuratiert. Wood gedenkt auf „Mr Luck – A Tribute to Jimmy Reed: Live at the Royal Albert Hall“ dem 1976 verstorbenen Gitarristen. Als tiefe Verbeugung vor seiner Kunst und den Wurzeln des Blues. Die Vorab-Tracks „Ghost of a Man“ und „Let’s Get Toghether“ sind bereits jetzt zu hören.

Das Album „Mr Luck“ enthält 18 Songs. Neben Woods Hausband mit Altmeister Mick Taylor an der Gitarre sind noch reichlich prominente Gäste mit von der Partie: Darunter eine Aufnahme mit dem 2014 verstorbenen Soul-Papst Bobby Womack, Mick Hucknall oder Mod-Father Paul Weller. „Die Leute – und vor allem die Kids – sollten wissen, was für einen Einfluss Jimmy Reed auf uns als werdende Musiker hatte“, so Wood.

Reed inspirierte mit seinen Songs diverse Superstars zu Coverversionen – von Elvis Presley bis zu den Byrds. Auch der aktuelle Bob Dylan ehrt ihn mit „Goodbye Jimmy Reed“ auf seinem Album „Rough And Rowdy Ways“. Da will Ronnie Wood nicht nachstehen: „Jimmy Reed war einer der wichtigsten Einflüsse für die Rolling Stones und überhaupt für alle Bands, die den amerikanischen Blues von der damaligen Ära bis zum heutigen Tag lieben. Es ist mir eine Ehre, die Gelegenheit zu haben, sein Leben und sein Vermächtnis mit diesem Tribut zu feiern.“