Video-Interview

Rosa Anschütz beim SXSW-Interview: Wie Förderung künstlerische Freiheit schafft

Rosa Anschütz spricht im SXSW-Interview über die Förderung durch die Initiative Musik, ihre Zukunftspläne und das Glück des Moments.

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Kennt ihr schon Rosa Anschütz? Ihr Output zeichnet sich durch eine außergewöhnliche künstlerische Vielschichtigkeit aus: Ihre Arbeit verbindet Komposition, Installation und Performance zu einem eigenständigen Kosmos zwischen Klangkunst und Pop. Der Sound der Berliner Musikerin bewegt sich zwischen Dark Ambient, Post-Punk und Cold Wave, getragen von einer eindringlichen, schwebenden Stimme, die zwischen Gesang und gesprochenem Wort oszilliert.

Dabei entsteht eine Musik, die gleichermaßen hypnotisch wie widerständig wirkt – eine, die sich dem Moment hingibt und zugleich gegen ihn ankämpft. Analoge Instrumente wie Trompete und Gitarre treffen dabei auf elektronische Produktionsweisen und formen eine ätherische, oft filmische Klangsprache.

Förderung durch die Initiative Musik als Katalysator

Ein wichtiger Baustein auf ihrem bisherigen Weg ist die Förderung durch die Initiative Musik. Diese Unterstützung ermöglicht es Künstler:innen wie Rosa Anschütz, ihre Projekte auf internationaler Ebene zu realisieren und neue künstlerische Räume zu erschließen.

Gerade im Kontext globaler Plattformen wird deutlich, wie entscheidend solche Programme sind: Sie schaffen Sichtbarkeit, fördern Austausch und stärken die internationale Präsenz deutscher Musik. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das im Rahmen des German Music Export Programms.

SXSW, German Haus und unser Interview für Rolling Stone

Im Rahmen des SXSW-Festivals in Austin, Texas, war Rosa Anschütz Teil des GERMAN HAUS – einer zentralen Plattform für deutsche Acts mit internationaler Strahlkraft. Dort präsentierten insgesamt 16 Artists den Sound der Gegenwart, von elektronischer Clubmusik bis hin zu experimentellen Formen.

Anschütz trat dort auf und bezeichnete den Gig selbst als einen Höhepunkt ihrer Tour. Daneben spielte sie ein DJ-Set bei der Reception vom ROLLING STONE.

Und genau dort haben wir sie auch zum Video-Interview getroffen. In diesem Talk spricht sie darüber, welche konkreten Möglichkeiten ihr die Förderung der Initiative Musik eröffnet hat, was sie in Zukunft noch so erreichen möchte und wie sie im Hier und Jetzt bleibt.

Zum Video-Interview mit Rosa Anschütz:

Produktion: Inshorefilms

Ein Blick auf ihr bisheriges Schaffen

Rosa Anschütz hat sich bereits mit mehreren Veröffentlichungen als eigenständige Stimme etabliert. Ihr Debütalbum „Votive“ (2020) verband Musik mit skulpturaler Kunst, während „Goldener Strom“ (2022) an der Deutschen Oper Berlin inszeniert wurde. Mit „Interior“ (2024) führte sie ihren interdisziplinären Ansatz weiter, indem sie Musik und visuelle Kunst miteinander verschränkte. Weitere Werke folgten.

Und ihr aktuelles Album „Sabbatical“ (2025), erschienen beim US-Label Heartworm Press, markiert einen wichtigen Schritt: Es ist ihre erste internationale Veröffentlichung außerhalb Deutschlands und ein über elf Jahre gewachsenes Werk. Statt klassischer Clubstrukturen setzt sie auf minimalistische, intime Klangräume, in denen ihre Stimme im Zentrum steht.

Inhaltlich kreist die Platte um Fragen des Loslassens, der Hingabe und inneren Reinigung. Es ist ein persönliches wie künstlerisches Statement – und zugleich Beweis einer kompromisslosen kreativen Vision.

Eine Künstlerin mit internationaler Strahlkraft

Mit „Sabbatical“ und ihren internationalen Auftritten, darunter beim SXSW, etabliert sich Rosa Anschütz zunehmend als eine der spannendsten Avantgarde-Stimmen ihrer Generation. Ihre Musik überschreitet Grenzen zwischen Genres, Disziplinen und geografischen Räumen.

Im Zusammenspiel aus individueller künstlerischer Handschrift, institutioneller Förderung durch die Initiative Musik und internationalen Plattformen wie dem SXSW zeigt sich, wie deutsche Musik global neue Resonanzräume erschließen kann.