Sean Penn dachte darüber nach, für die Ukraine in den Krieg zu ziehen


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Bei den Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm über den Krieg in der Ukraine hat Sean Penn, wie er sagt, auch Besuch vom Präsidenten der Ukraine erhalten, Wolodymyr Selensky. Zum Zeitpunkt der russischen Invasion war Penn noch im Land. Dadurch erlebte er den Krieg hautnah, floh aber früh nach Polen. Nun behauptet er, dass er zeitweise ernsthaft darüber nachdachte, für die Ukraine in den Krieg zu ziehen.

Sean Penn fühlte sich verantwortlich

Im Gespräch mit dem „Hollywood Authentic Magazin“ spricht der 61-Jährige über seine Empfindungen: „Der einzig mögliche Grund, warum ich beim letzten Mal länger in der Ukraine geblieben wäre, wäre der: dass ich ein Gewehr in der Hand hätte. Wahrscheinlich ohne Schutzweste, denn als Ausländer würde man die Schutzweste einem der zivilen Kämpfer geben wollen, der sie nicht hat, oder einem Kämpfer mit mehr Fähigkeiten als ich, oder einem jüngeren Mann oder einer jüngeren Frau, die länger kämpfen könnten oder was auch immer. In meiner jetzigen Lebenssituation ist das nicht möglich, aber wenn man in der Ukraine war, muss einem das [Kämpfen] in den Sinn kommen. Und dann denkt man: Was für ein Jahrhundert ist das?“

Dokumentarfilm sollte Selenskys Werdegang beleuchten

Penn hatte bereits vor Jahren damit begonnen, sich mit Selensky zu unterhalten. Der Dokumentarfilm sollte ursprünglich den Aufstieg des ukrainischen Präsidenten begleiten. Durch den Angriff Russlands auf die Ukraine nahm das Projekt dann jedoch eine plötzliche Wendung. Zudem erzählt Penn im weiteren Gespräch mit dem „Hollywood Authentic Magazine“, dass er momentan keinen regen Kontakt zu Selenksy habe: „Ich verbringe nicht viel Zeit damit, dem Präsidenten oder seinen Mitarbeitern zu schreiben, während sie belagert und ihre Leute ermordet werden.“

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf musikexpress.de +++