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Spannender, fairer: Eurovision Song Contest ändert Regeln für Punktevergabe


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Die Europäische Rundfunkunion hat sich für den Eurovision Song Contest einmal mehr neue Regeln für die Punktevergabe überlegt. Ab diesem Jahr sollen Zuschauerstimmen mehr Gewicht bekommen, außerdem werden sie erst zum Schluss der Show verkündet, um die Spannung zu steigern.

Weiterhin werde es zwölf Punkte geben, allerdings soll ab diesem Jahr nur noch die höchste Bewertung von einem Repräsentanten des Landes angesagt werden. Die restlichen Jury-Ergebnisse werden den Zuschauern nur angezeigt. So hat die Show mehr Zeit, um die Zuschauerstimmen, die zusätzlich zu den Jury-Stimmen per Tele-Voting eingehen, zu verkünden. Die Länder werden dann am Schluss aufsteigend nach Punkten genannt.

Bisher funktionierte das Wahlprinzip so: Die Stimmen von Jury und Zuschauern waren gleich gewichtet und wurden gemeinsam verkündet. „Die neue Art der Präsentation ist ein großer Schritt hin zu einer besseren Fernsehshow und einem spannenderen Wettbewerb“, so Jon Ola Sand, Supervisor der Europäischen Rundfunkunion. So könne man auch ermöglichen, dass jene Teilnehmer, die bei den Zuschauern besonders beliebt sind, auch zwölf Punkte erhalten – ohne, dass die Jury das Ergebnis beeinflusst. Dass man frühzeitig bei der Verkündung bereits einen Sieger absehen kann, wird also beim ESC in Stockholm wohl nicht mehr passieren.

Ann Sophie Deutschland hätte mit den neuen Regeln im letzten Jahr zwei Plätze gut machen können und wäre statt auf dem 27. und letzten Platz auf dem 25. gelandet.

Am 25. Februar treten zunächst zehn Künstler und Künstlerinnen sowie Bands beim deutschen Vorentscheid „Eurovision Song Contest 2016 – Unser Lied für Stockholm“ in Köln an. Wer im Mai zum 61. Eurovision Song Contest nach Schweden fährt, entscheidet das Publikum in zwei Durchgängen per Telefon, SMS und App. Barbara Schöneberger wird die zweistündige Show moderieren.
Das Erste und Einsfestival senden den Vorentscheid ab 20.15 Uhr live. Auf eurovision.de läuft die Show gleichzeitig im Livestream.

Diese Künstler sind dabei:

Alex Diehl: „Nur ein Lied“
Avantasia: „Mystery Of A Blood Red Rose“
Ella Endlich: „Adrenalin“
Gregorian: „Masters Of Chant“
Jamie-Lee Kriewitz: „Ghost“
Joco: „Full Moon“
Keøma: „Protected“
Laura Pinski: „Under The Sun We Are One“
Luxuslärm: „Solange Liebe in mir wohnt“
Woods of Birnam: „Lift Me Up (From The Underground)“

 

 


Die besten Alben aller Zeiten: „Curtis“ von Curtis Mayfield

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