St. Vincent: subtile Emanzipation für das 21. Jahrhundert und darüber hinaus

Sie ist nicht die erste Frau in einer Band. Sie ist auch nicht die erste Frontfrau, die Gitarre spielt. Und doch ist sie dank natürlicher Selbstzufriedenheit und Grazie eine Frau, von denen es im Musikbusiness viel zu wenige gibt. Annie Clark alias St. Vincent muss sich nichts beweisen. Was ihre Performance viel eher sagen will: Ich habe hier einige meiner Meinung nach außergewöhnliche Songs geschrieben, die ich heute vortragen möchte. Schön, dass sie euch auch gefallen.

„Guten Abend, Ladies und Gentlemen, insbesondere begrüße ich auch jene im Publikum, die zwischen die Begriffe Lady und Gentleman einzuordnen sind“, haucht die Musikerin, die heute ihr graues Haar mondän nach hinten geklemmt hat, ins Mikrofon. Dem Anlass entsprechend trägt sie ein paillettenbesetztes Oberteil mit blutroten Mündern (und Augen). Dass hinter dieser perfekt anmutenden Fassade ein „edgy girl“ steckt, verrät nur das große Loch in der Strumpfhose, das ein Stück nackten Oberschenkel preisgibt.

Es folgen Songs vom neuen Album „St. Vincent“, unter anderem „Digital Witness“, „Prince Johnny“ und „Birth in Reverse“, sowie weiter zurückliegende Stücke ihrer Karriere. St. Vincent ist heute Abend ein Zusammenspiel aus Annie, ihrer Multiinstrumentalistin zur Publikumsrechten, Schlagzeuger und DJ. Bedeutungsschwanger tänzelt die Frontfrau mal einzeln, mal synchron mit Bandkollegin über die Bühne. Die immer wieder tippelnden Ballerina-Schritte lassen Annie Clark wirken, als würde sie sich auf einem Laufband auf der Bühne hin und her fahren lassen.

Jubelschreie aus der Menge vor ihr kitzeln gerührtes Lachen heraus, immer wieder fixiert Annie Clark lange einzelne Personen im Publikum, vielleicht aber auch nur das grelle Scheinwerferlicht vor ihr – es verfehlt seinen Zweck nicht, denn spätestens nach den ersten Liedern ist sich jeder der Intimität dieses Moments bewusst. Clevere Riffs und ausgedehnte Soli beweisen: diese Frau versteht ihr Handwerk blind und nutzt es, um die Grenzen des Machbaren in der Pop- und Rockmusik neu zu umreißen, um sie im darauffolgenden Song erneut zu erweitern.



Steven Spielbergs Tochter will Pornos drehen - der Regisseur ist „fasziniert“

Sicher rechnete Steven Spielberg damit, dass seine Tochter Mikaela auch irgendwas mit Film machen wollen würde. Doch die Branche, die sie sich nun ausgesucht hat, dürfte den Star-Regisseur überrascht haben. Unter dem Künstlernamen Sugar Star will sie bald Pornos drehen. Damit wolle sie vor allem endlich ihr eigenes Geld verdienen, nicht von Mama und Papa oder dem Staat abhängig sein, wie sie in einem Interview der britischen „Sun“ erzählte. „Ich kann nicht von meinen Eltern oder sogar vom Staat abhängig bleiben – nicht, dass es daran etwas auszusetzen gäbe – es fühlt sich einfach nicht angenehm für mich an“, sagte…
Weiterlesen
Zur Startseite