STEINE – aus dem – GLASHAUS

Vier Spitzenpolitiker und ein Pop-Anarchist in drei Tagen -für unsere Wahl-Strecke musste Fotograf Jan Riephoff zwischen Hamburg, Berlin und München hin und her jetten. Zur Fotosession mit Gregor Gysi traf sich Riephoff mit dem prominenten Linken im ehemaligen RIAS-Gebäude in Berlin -und wäre fast rausgeflogen, als ein Verantwortlicher die Fotogenehmigung anzweifelte. „Gysi blieb ganz lässig“, erzählt Riephoff, „meinen Hinweis, er sei ja schließlich mal Fast-Bürgermeister von Berlin gewesen, nahm er mit Humor.“ Was Gysi zur Kulturpolitik zu sagen hat und welche Platte er am liebsten hört, lesen Sie ab Seite 52.

Arne Willander nagt unterdessen an seiner Schreibtischplatte -aus schierer Verzweiflung. Ausgerechnet ihm ist ein Fehler unterlaufen, und ausgerechnet in dem von ihm liebevoll editierten „Pop in Deutschland“-Buch. In seinem Introtext hat Arne Udo Jürgens zum Deutschen gemacht, dabei kommt der Sänger natürlich aus Österreich. So ein Unglück: Der Text war bereits im Druck Das trotzdem tolle Taschenbuch liegt der Kioskauflage des ROLLING STONE bei, Abonnenten können es über unseren Service bestellen.

Ralf Niemczyk hat ganz andere Sorgen: Seine Plattensammlung schlägt Wellen! Am ersten Sonntag im August legte er beim ROLLING STONE Breakfast-Club in Frankfurt auf -open air bei 40 Grad. Das brachte das Vinyl zum Schmelzen -es sah aus wie der Nutella-Brotaufstrich auf den Frühstückstellern. Das eiernde „Summer In The City“ gab dem Begriff „heiße Scheibe“ eine recht ursprüngliche Bedeutung. Toll: Der super-charmante Live-Gig von The Burning Hell.

Selten hat ein Titelbild für so viel Aufregung gesorgt wie das Cover der August-Ausgabe des amerikanischen ROLLING STONE: Es zeigt Dzhokhar Tsarnaev, den mutmaßlichen Attentäter des Boston-Marathons. Was dabei leider unterging: Hinter dem umstrittenen Cover verbirgt sich eine großartige Reportage von Janet Reitman, die zeigt, wie aus einem vielversprechenden Studenten ein islamistischer Terrorist wurde. Bernd Gockel hat ihren Text über Nacht übersetzt und wir stellten ihn sofort online. Dort ist die Geschichte noch immer nachzulesen: www.rollingstone.de.

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