Stromberg bei McDonald’s – witzig oder nicht?

Zum Jahresende gibt es einen neuen „Stromberg“-Film im Kino und bei McDonald's im November mal wieder Monopoly. Warum nicht beides verbinden…

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„Wenn die größte Kampagne Deutschlands ruft, dann kannst du ja keinen Zwerg hinschicken.“ Mit diesen Worten kommentiert Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) der Start einer groß angelegten Werbeaktion für McDonald’s und sein Monopoly, dessen größter Star natürlich er selbst ist.

Seit 01. November läuft eine insgesamt sechsteilige Mockumentary-Reihe mit dem Titel „Der Papa haut einen raus“, klar am Vorbild des witzigen „The Office“-Klons angelehnt. In der ersten Folge besucht Stromberg eine McDonald’s-Filliale und bekommt erst einmal einen Milchshake geschenkt. Klar, dass er da sofort zugreift.

Die Geschichte hinter der Geschichte ist – wie man das aus der Serie kennt – auch gleich etwas Meta: Stromberg bringt sich selbst als Testimonial für die Kampagne ins Spiel und vergleicht sich auch gleich mit dem größten Geschenkebringer („Ich bin ja ein ganz anderes Kaliber als der…“).

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Stromberg haut einen raus (oder zwei, oder drei)

Ein wenig fühlt sich das ganze dann schon wie eine Parodie auf die Parodie an, zumal Stromberg nahezu am laufenden Band Stromberg-Sätze raushaut („Aber so ist das mit Legenden, die fragen nicht, die machen einfach“) und sexistisch und plump wie eh und je agiert.

Einen Anlass für das ungewöhnliche Crossover gibt es natürlich auch. Am 04. Dezember feiert mit „Stromberg – Der neue Film“ ein weiteres Leinwandabenteuer mit dem selbstgefälligen Büro-Soziopathen Premiere. Regie führte Arne Feldhusen, der auch die Serie entwickelte und als einer der besten Comedy-Autoren Deutschlands gilt. Der Hauptdarsteller sorgte in seiner Paraderolle übrigens schon während der Corona-Zeit für einige Lacher.

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Ob man die fiesen Sprüche Strombergs, der auch gleich einen McBernd erfindet, im Zusammenhang mit der Schnellrestaurant-Kette witzig findet, bleibt natürlich Geschmacksache. Schon die Agentur-Szenen in der zweiten Folge sind eher leidlich komisch. Appetit auf den Kinofilm macht die Aktion aber schon.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.