Sydney Sweeney: Hollywood-Sign mit BHs behangen – jetzt droht Strafe

Sydney Sweeney sorgte mit einer BH-Aktion am Hollywood-Sign für Aufsehen. Stadtvertreter stellen klar: Eine Erlaubnis lag nicht vor

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Sydney Sweeney veröffentlichte am Montag ein Video auf Instagram, das sie dabei zeigt, wie sie nachts auf das Hollywood-Sign klettert. Und es mit einer Girlande aus BHs behängt. Anschließend blickt sie auf ihr Werk zurück und lächelt in die Kamera.

Der Stunt, über den zuerst TMZ berichtete, diente Berichten zufolge der Promotion ihrer Dessous-Marke. Eine zuvor in „US Weekly“ zitierte Quelle sagte, Jeff Bezos und Lauren Sánchez hätten in das neue Projekt „investiert“.

Das Magazin „Puck“ berichtete zudem, dass das Label von Ben Schwerin unterstützt werde, einem Partner der Private-Equity-Firma Coatue. Bemerkenswert dabei: Bezos und Michael Dell haben laut „Puck“ jeweils einen Dollar in den Coatue Innovation Fund investiert.

Keine Genehmigung für das Wahrzeichen

Nach Bekanntwerden des Promo-Videos für Syrn erklärte die Hollywood Chamber of Commerce, die die geistigen Eigentumsrechte an dem ikonischen Schriftzug besitzt, gegenüber der „Los Angeles Times“, dass Sweeney keine Erlaubnis zur Nutzung des kulturellen Wahrzeichens hatte.

„Jeder, der das Hollywood-Sign zu kommerziellen Zwecken nutzen und/oder betreten möchte, muss dafür eine Lizenz oder Genehmigung von der Hollywood Chamber einholen“, sagte Kammerchef Steve Nissen in einer Erklärung an die „Los Angeles Times“. „Die Produktion mit Sydney Sweeney und dem Hollywood-Sign, über die TMZ berichtet hat, war von der Hollywood Chamber of Commerce nicht genehmigt. Wir hatten im Vorfeld keinerlei Kenntnis davon.“

Nissen ergänzte, die Organisation habe „weder eine Lizenz noch irgendeine Form von Genehmigung für die Produktion erteilt. Noch habe irgendjemand für diese Produktion eine Lizenz oder Genehmigung bei der Kammer beantragt“.

Dreherlaubnis reicht nicht aus

Die „Los Angeles Times“ berichtete weiter, dass Sweeneys Team zwar über eine allgemeine Drehgenehmigung von FilmLA für das Gebiet verfügte, das Filmen am Hollywood-Sign jedoch zusätzliche Freigaben sowie die Zahlung einer Lizenzgebühr erfordert, wie auf der Website der Hollywood Chamber of Commerce dargelegt ist. Ein Teil der Einnahmen aus dem Lizenzprogramm wird verwendet, um die Pflege des Hollywood-Signs zu unterstützen und die Geschichte der Stadt zu bewahren.

Eine polizeiliche Anzeige wurde bislang nicht erstattet. Die Kammer teilte TMZ jedoch mit, man untersuche weiterhin, „wie und unter welcher Autorität (falls überhaupt) die Sweeney-Produktion Zugang zum Gelände des Hollywood-Signs erhalten hat“.

Frühere Werbe-Kontroverse

Im vergangenen Sommer war Sweeney bereits in eine andere Marken-Kontroverse verwickelt. Der Star aus „Christy“ war Teil der Kampagne „Sydney Sweeney Has Great Jeans“ von „American Eagle“. Kritiker interpretierten den Slogan als ein Signalwort für White Supremacy, Eugenik und Faschismus im Amerika von Trump, während Teile der politischen Rechten – und sogar Präsident Trump – die Werbung lobten.

Nach Monaten des Schweigens äußerte sich Sweeney schließlich in einem Interview mit dem Magazin „People“ zu der Denim-Debatte. Sie sagte, sie sei „ehrlich überrascht von der Reaktion“ gewesen. Weiter erklärte sie: „Ich unterstütze nicht die Ansichten, die manche Menschen mit der Kampagne in Verbindung gebracht haben. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich immer versuche, Menschen zusammenzubringen. Ich bin gegen Hass und Spaltung.“

Keine Stellungnahme zum aktuellen Vorfall

Ein Sprecher von Sweeney reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme zu dem aktuellen Promo-Video.

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil