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Tangerine Dream: Edgar Froese ist tot

Edgar Froese, Gründer und Kopf der einflussreichen Elektronikband Tangerine Dream, ist tot. Froese war bereits am 20. Januar in Wien an den Folgen einer Lungenembolie gestorben. Das gab die Band heute auf Facebook bekannt. Sein Tod kam demnach „plötzlich und unerwartet”. “Die Trauer in unseren Herzen ist unermesslich”, schrieb die Band in ihrem Statement. Und fügte hinzu: “Edgar sagte einmal: ‘Es gibt keinen Tod. Nur einen Wechsel der kosmischen Adresse’. Das spendet uns ein wenig Trost.”

Froese gründete Tangerine Dream 1967 in Berlin, und schon bald gehörte die Gruppe neben Can und Kraftwerk zu den wichtigsten Bands aus Deutschland. Ihren weltweiten Erfolg verdankten Tangerine Dream vor allem den sphärischen Sounds und hypnotischen, Trance-artigen Rhythmen, die Froese, ursprünglich Gitarrist, seinen Synthesizern entlockte.

Froese blieb das einzig konstante Mitglied der Formation, zu der Zeitweise auch Klaus Schulze, Conrad Schnitzler, Christopher Franke, Peter Baumann, Johannes Schmoelling, Linda Spa und Edgars Sohn Jerome Froese gehörten.

Tangerine Dream nahmen im Laufe ihrer Karriere über 100 Alben auf, darunter Klassiker wie “Atem”, das John Peel 1973 als sein “Album des Jahres” bezeichnete, und “Phaedra” von 1974, sowie zahlreiche Soundtracks, unter anderem für den Film “Risky Business” mit Tom Cruise.

2013 steuerten Tangerine Dream noch Musik zum Computerspiel Grand Theft Auto V bei, in Deutschland waren sie zuletzt im Juni 2014 in Köln live zu sehen.

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