Test: AirPods Max 2 mit Spatial Audio

3D Audio, Konzerte, Sing: Apple Music erweitert sein Angebot. Wir haben die neuen Features auf den AirPods Max 2 getestet.

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Apple Music hat einige Neuerungen vorgestellt, deren Klangwirkung wir auf den „AirPods Max 2“-Kopfhörern getestet haben: 3D Audio, Konzerte, AutoMix, Übersetzung von Liedtexten, Sing.

Spatial Audio auf AirPods Max 2: Vorteile

Räumlichkeit

Bei Dolby-Atmos-Musik ist das Klangfeld tatsächlich breiter als bei herkömmlichem Stereo. Instrumente und Stimmen wirken voneinander getrennt, besonders bei Apple Music. Das gilt auch bei Kopfbewegungen – die „Klangbühne“ bleibt an ihrem Platz. Die Songs des Testalbums „Purple Rain“ von Prince offenbarten Tonspuren, die im normalen Stereo-Mix zuvor völlig unbekannt waren. Und das nach 42 Jahren … besser spät als nie.

Integration ins Apple-Ökosystem

Spatial Audio funktioniert natürlich nahtlos mit iPhone, iPad, Mac und Apple TV. Die Einrichtung ist einfach – falls man sich aus Versehen mit einem „falschen“ Konto aus dem Haushalt einloggt, wird es jedoch etwas schwieriger sich abzumelden und benötigt Geduld.

Spatial Audio auf AirPods Max 2: Nachteile

Hauptsächlich für Apple-Nutzer interessant

Ein Großteil der Spatial-Audio-Funktionen entfaltet seinen Hörnutzen innerhalb des Apple-Universums. Android-Nutzer erhalten deutlich weniger Mehrwert.

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Hohes Gewicht und Komfort

Mit rund 386 Gramm sind die AirPods Max deutlich schwerer als manche Konkurrenzprodukte. Und der Memory-Schaum des Ohrpolsters macht schnell warme Ohren, und dann geht auch schon Schwitzi los.

Fazit

Für iPhone-, iPad- und Apple-TV-Nutzer sind die AirPods Max 2 eine sehr gute Spatial-Audio-Lösung, gerade im räumlichen Klang. Wer lediglich Wert auf Stereoklang und leichte Kopfhörer sucht, ist bei Alternativen vielleicht besser aufgehoben.

Neue Features auf Apple Music

„3D Audio live“: DJ Mix

Früher hat man „Under The Blood Red Sky“ von U2 gekauft, also Rockalben, heute sollen vor allem DJ-Mixe in 3D-Audio für Live-Feeling als Home Music sorgen, etwa vom Warehouse Project in Manchester oder aus dem Ushuaïa Ibiza. Alle diese Club-Mixe finden sich in der Rubrik „DJ-Mixe in 3D-Audio”. Im Apple-Music-Studio in Berlin klangen die Live-Aufnahmen tatsächlich extrem … live. Sein eigenes Zuhause müsste man dementsprechend allerdings  technisch upgraden, um ein ähnliches Feeling herstellen zu können.

Apple Music verspricht übrigens, durch Shazam-Technologie Rechteinhaber innerhalb der Mixes zu identifizieren und direkt zu vergüten – man werde korrekt erfasst, kreditiert und bezahlt, während die Mixes dauerhaft auf der Plattform verfügbar bleiben. Das Vergütungssystem ist noch unbekannt.

Produkt-Features

„Konzerte“: sicherlich das beste neue Feature, weil es nicht mit hohen (Produkt-)Kosten zu nutzen ist, um es erleben zu können. Als Musikredakteur, der nahezu täglich mit der Sichtung von Musikkalendern zu tun hat, lässt sich feststellen: Der Programmkalender ist sehr gut gepflegt, eine Juni-Stichprobe ergab nur eine Lücke (Pixies in Berlin). Die App-Setlisten bieten natürlich nur bei solchen Künstlern eine einhundertprozentige Treffsicherheit, die  ihre Setlisten nie variieren (Bruno Mars). Bei The Cure dagegen wird’s bunt.

Die Integration mit Wallet und Maps wiederum ist absolut sinnvoll und intuitiv umgesetzt.

AutoMix

AutoMix blendet einen Titel in den nächsten über. Mittels Beat-Matching und Time-Stretching analysiert es Tempo, Tonart und Energie für einen idealen Übergang. Nicht von ROLLING STONE getestet.

Übersetzung und Aussprache von Liedtexten

Ein Nice to have, was aber natürlich voraussetzt, dass man beim Hören auch auf sein Handy schaut. Die Aussprache von Liedtexten ermöglicht es, mitzusingen, auch wenn die Texte in einer anderen Sprache sind. Das ist ein Spaß für Partys, weniger fürs Alleinhören, aber ja kein Makel.

Sing

Lautstärkeregulation der Gesangsspur per Tippen auf das Mikrofon-Icon, für ein Duett mit dem Lieblingskünstler oder die eigene Show. Nicht von ROLLING STONE getestet. Wichtig und gut: Bei diesem Gruppenfeature reicht es, wenn nur eine Person ein Apple-Music-Abo hat.

Playlist-Transfer

Ein Service wie bei der eigenen Bank: Apple Music bietet einen Wechsel der Playlist von einem anderen Dienst an.

Menschliche Kuration

Sie hören Musik digital und haben noch nie etwas von „Scrobble-Sucht“ gehört? Dann schlagen Sie das auch besser nicht nach, sonst werden Sie noch süchtig. Im Gegensatz zu Last.fm, Spotify oder dem hauseigenen iTunes („Musik“) verzichtet Apple Music auf den Playcount der Lieder, so dass  allgemeine (Rekord-)Statistiken als auch private Abrufzahlen nicht dargestellt werden.

Der Gedanke: Das Album zählt, keine Counts, keine Rekorde – und angeblich auch keine Algorithmen. Es wird betont, dass „menschliche Kuration der Kern des redaktionellen Ansatzes von Apple Music“ bleibt. Playlisten also nicht erstellt vom Computer.

Apple

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