So episch lang ist Martin Scorseses Netflix-Film „The Irishman“

Der neue, lang erwartete Film von Martin Scorsese, „The Irishman“, wird nur für einen sehr kleinen Zeitraum in ausgewählten Kinos zu sehen sein. Das ist kein Wunder: Das gewaltige Werk, das mehr als 200 Millionen US-Dollar Budget verschlag, wurde von Netflix produziert.

Auch für einen der größten Kinoerzähler der Gegenwart macht der Streaming-Gigant keine Ausnahme. Für wenige Tage wird „The Irishman – mit Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci – in einigen ausgewählten Lichtspielhäusern laufen.

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Behandelt wird die Story des Mafiakillers Frank Sheeran (De Niro), der über sein Leben nachdenkt und unter anderem mit Jimmy Hoffa (Pacino) und Russell Bufalino (Pesci) arbeitet.

„The Irishman“ ist der längste Film von Martin Scorsese

Nun ist auch klar, dass „The Irishman“ einen Scorsese-Rekord aufstellen wird. Lange Zeit war die Gesamtlänge des Films ein gut gehütetes Geheimnis geblieben. Mit der Ankündigung der Premiere beim New York Film Festival im September ist nun aber auch dieses Detail enthüllt worden: Insgesamt 210 Minuten läuft der Mafia-Thriller. Zum Vergleich: Das sind nur 18 Minuten weniger als der Monumentalschinken „Lawrence von Arabien“ von David Lean.

Der Regisseur überbietet damit auch seine überlangen Filme „The Wolf Of Wall Street“ (etwa 30 Minuten kürzer als „The Irishman“), „Casino“ (32 Minuten kürzer) und „The Aviator“ (40 Minuten kürzer).

Aufsehen erregte der neue Scorsese vor allem wegen eines aufwendigen Digitaltrickverfahrens, das Robert De Niro für seine Rolle verjüngte. Der erste Trailer des Films wurde deshalb im Netz auch durchaus mit Belustigung aufgenommen. Aber es war eben nur ein Trailer.

„The Irishman“ startet ab 01. November in wenigen Kinos und ist ab 27. November exklusiv auf Netflix zu sehen.


Freiwillige Filmkontrolle: Oscars 2020 – unser Urteil, unsere Kritik!

Der große Sieger der 92. Academy Awards heißt: „Parasite“. Bong Joon-hos satirisches Gesellschaftsdrama erhielt vier Auszeichnungen, darunter für die „Beste Regie“ und den „Besten Film“. Scorseses „The Irishman“ ging leer aus, und auch Tarantinos „Once upon a Time … in Hollywood“ und Sam Mendes' Kriegsfilm „1917“ erhielten nur Nebenschauplatz-Oscars. Sassan Niasseri und Arne Willander nehmen den Oscar-Jahrgang 2020 unter die Lupe: FFK-Weiterhören: „Uncut Gems“ – DER Oscar-Snub! „Picard“ – das neue „Star Trek“-Highlight Die Oscar-Nominierungen, geprüft Der große Jahresrückblick 2019 „The Irishman“: Nicht so geil, wie alle sagen, oder? Once Upon a Time in Hollywood“ und „Apocalypse Now – Final Cut“…
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