The Killers: Rock’n’Roll und Religion


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Während allabendlich die aktuellen Hits in routiniert perfektionistischer Form abgeliefert werden, arbeiten Brandon Flowers, Dave Keuning, Ronnie Vannucci und Mark Stoermer auch abseits der Bühne in jeder freien Minute auf Tournee an neuen Songideen. Hierzu, und um der lähmenden Tretmühle des Lebens on the road zu entgehen, haben sie sich ein mobiles Aufnahmestudio eingerichtet, das temporär in jeder Stadt aufgebaut wird.

„Wenn wir etwas ausprobieren und Ideen entwickeln wollen, können wir es einfach tun. Das funktioniert sehr gut, auch ‚Spaceman‘ und ‚Human‘ sind unterwegs entstanden“, erklärt Flowers hinter der Bühne der Max-Schmeling-Halle zu Berlin. Der Sänger der Killers weiß um die Erwartungshaltung und den auf der Band lastenden Druck. „Unser erstes Album, ‚Hot Fuss‘, kam mit einem heftigen Knall, deshalb müssen wir nun jedes Mal aufs Neue beweisen, dass wir noch weiter wachsen können.“

Die Zeit gemeinsam zu wachsen, wie Oasis, The Cure oder Depeche Mode- Bands, zu denen The Killers aufschauen- hatte die Band auch deswegen nicht, weil hier eine gemeinsame, identitätsstiftende Geschichte vor dem Durchbruch fehlt. So lernten sich die Musiker bekanntlich in Las Vegas durch eine Zeitungsannonce kennen. Und so versuchen sie heute als als erfolgsverwöhnte Rockstars Erfahrungen nachzuholen, die ihnen in der Anfangszeit verwehrt geblieben sind. Das mobile Studio, in dem Instrumente, Mikrofone, Mischpulte und Computer ständig bereit stehen, gibt ihnen die Möglichkeit, mehr Zeit in schöpferischer Gemeinsamkeit zu verbringen.

„Wir arbeiten hart, aber wir haben auch eine Menge Spaß“, relativiert Flowers das öffentliche Bild der Band als überehrgeizige, verkrampfte Karrieristen- und verweist auf die zweitliebste Nebenbeschäftigung der Killers: Tischtennis. „Die Tischtennisplatte kommt immer mit. Wir haben interne Turniere und spielen sehr viel. Eine Zeitlang war ich der beste Spieler, aber jetzt haben mich die Jungs von unserer Vorband, Louis XIV, überholt“, lacht Flowers.

Andere Musiker mit dem Erfolg der Killers mögen sich Exzessen hingeben und sich an den Früchten des Ruhms erfreuen, statt Tischtennis zu spielen und neue Songideen auszutüfteln. Nicht so der tiefgläubige Mormone Flowers: „Rock’n’Roll und Religion passen nicht sehr gut zueinander. Ich versuche zwar, eine Balance zu finden, aber es fällt mir ziemlich schwer. Erst als ich Johnny Cashs Biografie gelesen habe, der ja auch sehr religiös war, fand ich zu einer gewissen inneren Ruhe. Er musste damals ähnliche Kämpfe durchstehen wie ich.“



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