The Moody Blues: Sänger Ray Thomas ist tot

Ray Thomas ist tot. Der Musiker verlor den Kampf gegen Prostatakrebs letzten Donnerstag (4. Januar 2018) und wurde 76 Jahre alt. Er war Mitbegründer, Flötist und Sänger der in 1964 gegründeten Band The Moody Blues.

Thomas gründete die britische Band zusammen mit Graeme Edge, Denny Laine, Mike Pender und Clint Warwick. Nachdem Laine und Warwick die Gruppe schon zwei Jahre später verließen und durch John Lodge und Justin Hayward ersetzt wurden, änderten The Moody Blues ihren Stil radikal – und erzielten einen neuen Sound, der maßgeblich den Weg zum Symphonic Rock vorbereitete. Zu dieser Zeit lernte Thomas Querflöte, und die Band integrierte, als eine der ersten überhaupt, ein Mellotron.

In Richtung Synthetic Pop

Ray Thomas hat bei fast jedem der Alben von The Moody Blues mitgewirkt, hat zahlreiche Songs komponiert („Veteran Cosmic Rocker“, Dr. Livingstone, I Presume“, „Legend of a Mind“) und oft auch den Leadgesang in seinen Kompositionen übernommen. Als die Band sich in Richtung des Synthetic Pops entwickelt hat, verkleinerte sich seine Rolle deutlich. In dem Album „Sur la Mer“ von 1988 war er nicht mehr vertreten.

Das Album „Keys of the Kingdom“ 1991 war Ray Thomas’ Comeback-Platte, er wirkte wieder voll mit. Doch als er begann mit diversen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, wurde die Zusammenarbeit mit den Kollegen schwieriger. „Strange Times“ von 1999 war sein letztes mit The Moody Blues. 2002 verließ Thomas offiziell die Band und setzte sich zur Ruhe.

The Moody Blues wurde im Dezember 2017 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und wird am 14. April 2018 offiziell in die Hall of Fame einziehen.


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