The Pogues: Bassist Darryl Hunt gestorben


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„Wir sind unbeschreiblich traurig. Unser Darryl ist gestern Nachmittag in London verstorben“, heißt es in einer Erklärung, die über die Social-Media-Kanäle der Pogues verbreitet wurde. Eine Todesursache wurde in der Trauer-Note nicht genannt. Shane McGowan, Sänger und ehemaliger Mastermind der irischen Band, schrieb auf seinem eigenen Account, dass Hunt „ein wirklich netter Typ großartiger Freund und ein großartiger Bassist war. Wir vermissen ihn alle.“

Die Punk-Rocker mit Dienstsitz London spielten Anfang der 1980er locker formiert in den Pubs der großen irischen Community rings um den Earls Court. Erklärtes Ziel war, das große Erbe der gälischen Folkmusik in ein zeitgemäßes Gewand zu stecken. Tin Whistle und Pogo sollten fortan zusammen gehen.

Unter der Ägide von Frontmann McGowan wurde 1984 mit „Red Roses For Me“ ein erstes Album veröffentlicht. Das Musikmagazin sprach seinerzeit vom „Grüne Insel Revival“. 1985 erschien die Erfolgs-LP „Rum, Sodomy & The Lash“. Ein Jahr später stieß Darryl Hunt zu der vielköpfigen Formation, die bekanntlich selten einen guten Tropfen Alkohol stehen ließ. McGowan gab im Biopic von Julian Temple zu Protokoll, dass er schon im Vorschulalter, damals noch in der irischen Countryside, mit dem Trinken angefangen hatte.

Pogues
Folge 19: DER Klassiker. Alle Jahre wieder ist es den Pogues zu verdanken, dass man die Worte, „punk“, „slut“, „junk“ und „cheap lousy faggot“ im Besinnlichkeitstaumel zu hören bekommt.

Darryl Hunt stand weniger im Rampenlicht und bliebt bis zum Zerfall der Band nach dem Album „Pogue Mahone“ bei The Pogues. Nach deren endgültiger Auflösung 1996 stand Hunt als DJ in ganz Europa hinter dem Mixingdesk.

Mit seinem Pogues-Spannmann Spider Stacy gründete er die Band The Vendettas. Auch bei der Wiedervereinigung von The Pogues stand mit den alten Gesellen auf der Bühne. 2009 veröffentlichte er mit dem Bandprojekt Bish deren zweites Album, „Surrounded By Mountains“.

Darryl Hunt wurde 72 Jahre alt.

Warner