Theuerkorn im Interview: „Fallen ist wie fliegen“

Alle Infos zum neuen Theuerkorn-Video „Fallen ist wie fliegen“ findet ihr hier.

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Mit „Fallen ist wie fliegen“ veröffentlicht Singer/Songwriter, Rapper und Model Norman Theuerkorn unter dem Projektnamen Theuerkorn seine neue Single. Für das Musikvideo zeichnet der Berliner Fotograf und Berghain-Türsteher Sven Marquardt verantwortlich. Wir trafen Theuerkorn zum Interview.

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Für Norman Theuerkorn begann alles mit Hiphop. Aufgewachsen in Halle und inspiriert von Tupac Shakur, später auch Eminem, und Notorious B.I.G., begann er zu rappen und Tracks unter dem Synonym Nocky zu produzieren. Er machte sich in der deutschsprachigen Rapszene einen Namen – allerdings nahm sein Leben schon bald eine interessante Abzweigung. Theuerkorn zog es in die Modewelt – mit Erfolg. Er modelte für internationale Modehäuser und Marken, lebte in Los Angeles, Stockholm und London. Die Musik blieb trotz lukrativer Modeljobs zwar präsent, doch aufgrund einiger vertraglicher Umstände passierte lange Zeit nichts … sehr zum Missfallen des Künstlers. Irgendwann erkannte Theuerkorn, dass es Zeit für einen Wechsel war, musikalisch wie auch geografisch.

Maximilian Sauer

Vom Rap zum Pop, von Los Angeles nach Berlin

„Ich war in Los Angeles, eine Beziehung ging zu Ende – und plötzlich saß ich vor einem leeren Blatt Papier“, erzählt er. „Ich hatte keine Lust mehr auf Rap, ich wollte singen. Es war der Versuch, meine Gefühle anders zu verarbeiten, auf eine andere Weise die Leute zu erreichen. Rap war für mich immer auch Frust, Aggression. Bei den neuen Songs ging es mehr um die Emotion und um die Liebe.“ 

Aus Los Angeles zog er schließlich nach Berlin: „Ich habe mir eine Wohnung besorgt und eine Band gegründet – einen Gitarristen und einen Drummer gefunden – und angefangen, die Songs aufzunehmen, die ich teilweise schon vorher geschrieben hatte. Für das erste Video habe ich dann meine Kontakte aus der Fashionwelt genutzt: Stylisten, Kameraleute, Fotografen – Leute, die ich über die Jahre kennengelernt hatte. Ich habe einfach gefragt: ‘Kannst du vorbeikommen, kannst du helfen?’ Und plötzlich war das Set voll, alles passte zusammen. Wir haben das erste Video gedreht, hochgeladen – und ab da ging es los.“

Neues Video zu „Fallen ist wie fliegen“

Sein aktuelles Video zur Single „Fallen ist wie fliegen“ erscheint am 19. November 2024, die gleichnamige EP folgt Anfang 2025. Für das Video arbeitete Theuerkorn mit dem Fotografen und bekannten Berghain-Türsteher Sven Marquardt zusammen, der die Regie übernahm. „Sven Marquardt kenne ich schon lange aus der Fashion-Welt. Wir haben uns vor etwa zwölf Jahren bei einem Shooting fürs Interview Magazine getroffen. Damals fragte er mich: ‘Was machst du?’ Wie jedes junge Model sagte ich: ‘Ich bin Maler, Sänger, Schauspieler, Musiker.’ Was ich an ihm erfrischend fand: Er nahm mich ernst. Im Magazin stand später nur ‘Musiker’ – das fand ich cool“, erzählt Theuerkorn.

Maximilian Sauer

Jahre später trafen sich die beiden bei einem Event wieder. Marquardt ermutigte ihn, ihm Demoaufnahmen zu schicken: „Überraschenderweise sagte er zu, obwohl er noch nie mit Musikern zusammengearbeitet hatte. Er meinte, der Text hätte ihn berührt, als hätte ich Passagen aus seinem eigenen Leben beschrieben.“ Der Videodreh fand im Gespensterwald an der Ostsee statt und verlangte Disziplin – und Durchhaltevermögen: „Wir sind mit seinem Team drei Tage rausgefahren. Sven wollte um 4 Uhr morgens aufstehen, um den Sonnenaufgang zu catchen. Ich stand da frierend am Wasser, aber das Ergebnis war es wert.“

Hier gibt es das Video zu sehen:

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Ausblick in die Zukunft

Die gleichnamige EP erscheint am 17. Januar 2025. „Nach der EP ist vor dem Album. Ich weiß, dass ich nächste Woche Platin nicht gewinne oder dass das auf allen Radiostationen laufen wird. Darum geht es auch gar nicht. Es geht um kleine Steps, kleine Gewinne“, erzählt er. 

Auch abseits seiner Singer-Songwriter-Karriere hat Norman Theuerkorn genug zu tun – Modeljobs nimmt er weiterhin an, und sogar ein Rap-Album schließt er nicht aus: „Ich kann mir absolut vorstellen, im März 2025 schon ein Rap-Album fertig zu haben. Das würde ich aber komplett von den Theuerkorn-Sachen trennen.“