Tom Petty über die Heilkraft von Marihuana


von

„Mojo“ ist eine durch und durch amerikanische Platte und es ist eine Alte-Männer-Platte im besten Sinne. Petty singt darauf von verstorbenen Freunden, Oldtimern und seiner Vorliebe für Marihuana. Die Rede ist von „Don’t Pull Me Over“, das – wie sollte es anders sein – ein luftig groovendes Stück Reggae ist.

Sollte Pot legalisiert werden? „Absolut“, meint Petty. „Wir könnten mit dem Geld, das durch eine Pot-Steuer reinkäme, eine Menge vernünftiger Sachen machen, und die medizinischen Vorteile liegen eh auf der Hand.“ Nach Pettys Gustus sollte Gras in jeder Apotheke erhältlich sein. Es sei lächerlich zu glauben, dass Marihuana nicht längst von einem Großteil der Gesellschaft konsumiert werde. Da bleibt ihm nur beizupflichten: The sky is the limit.

Auf Tour schaut der Meister gern französische Noir-Krimis an, um die Langeweile zwischen den Konzerten zu vertreiben. „Fahrstuhl zum Schafott“ und „Der Teufel mit der weißen Weste“ zählt er zu seinen Lieblingen. Ähnlich existenzialistisch gefärbt sind auch Pettys neue Lieder. Dabei klingen die Heartbreakers alles andere als routiniert. Genie und überschäumende Spielfreude kommen hier zusammen. „Die meisten Tracks wurden im ersten oder zweiten Take aufgenommen“, so Petty. „In den Achtzigern hätten wir das Album nicht so aufnehmen können.“

Das komplette Interview ist in der August-Ausgabe des Rolling Stone zu lesen.

Into The Great Wide Open:

Mike Campbell über die Aufnahmen zu „Mojo“:

Max Gösche