Schock! Regierungsdokumente entlarven Trumps Vandalismus-Behauptungen zum Reflecting Pool als kompletten Unsinn
Dokumente der „New York Times“ zeigen: Der angebliche „Schnitt“ hat nichts mit der sich ablösenden Beschichtung des Reflecting Pool zu tun.
Donald Trumps 16,4-Millionen-Dollar-Folie im Reflecting Pool blättert ab wie ein Sonnenbrand bei einem Erstsemester-Ausflug nach Cancún – aber der Präsident will die Nation glauben machen, es sei Sabotage.
Trumps Behauptung, die Schäden am Reflecting Pool seien von einem Vandalen verursacht worden, der angeblich einen Schnitt in der Länge eines Football-Feldes in den Pool geritzt hat – ohne dass ein einziger Tourist oder Beamter etwas bemerkte – ist von vornherein absurd. Trotz Dutzender Reporter, Influencer und Tausender Touristen, die in den vergangenen Tagen zum Reflecting Pool gepilgert sind, um das algenverseuchte, sich ablösende Chaos vor dem Lincoln Memorial in Augenschein zu nehmen, hat niemand einen Beweis dafür dokumentieren können. Auch Trump und das Weiße Haus haben keinen vorgelegt. Nun bestätigen neue Dokumente, die die „New York Times“ beschafft hat, was wir alle längst wussten: Die Behauptungen des Weißen Hauses, Vandalismus habe die Dichtungsmasse zum Abblättern und das Wasser zum Umkippen gebracht, sind schlicht Bullshit.
Die Unterlagen stammen vom National Park Service und zeigen, dass die Probleme nahezu unmittelbar nach der Wiederbefüllung des Pools auftraten – direkt nach der Verlegung von Trumps Epoxidbeschichtung in „American Flag Blue“. Wartungsarbeiter entdeckten Einschnitte in dem Spezialschaum, der die Dehnungsfugen zwischen den Betonplatten des Beckens ausfüllt, sowie sich lösende Dichtmasse und weitere Risse und Löcher. Die Dokumente beschreiben die Einschnitte im Schaum als zwei Schnitte von jeweils rund 171 Fuß Länge. Möglicherweise sind das die Stellen, auf die Trump anspielt – doch die der „Times“ vorliegenden Unterlagen machen deutlich, dass diese Schäden am Schaum nichts mit dem Abblättern der von Trump installierten Beschichtung zu tun haben.
Verhaftungen ohne Beweise
Mindestens sechs Personen wurden wegen angeblicher „Vandalismus“-Handlungen am Reflecting Pool und seiner Auskleidung festgenommen. Doch alle verfügbaren Beweise zu den Verhaftungen – darunter Videos mehrerer Festnahmen – zeigen, wie Strafverfolgungsbeamte offenbar überwiegend neugierige Touristen in Gewahrsam nehmen, die sich bückten, um das Wasser oder die an die Oberfläche treibenden Kunststoffplatten zu berühren.
Auf Truth Social behauptete Trump, die Algenblüte sei durch die illegale Zugabe von Chemikalien ins Wasser entstanden, und schrieb, „es gibt eine Gefängnisstrafe von 10 Jahren für die Zerstörung oder auch nur den versuchten Angriff auf solche Dinge – und die wird vollständig durchgesetzt werden!“ Trump setzte seinen tagelangen Posting-Marathon über den angeblichen Vandalismus am Mittwoch fort. „Das ist die harte Gummioberfläche – kein Anstrich – bevor die Vandalen sie aufgeschnitten und herausgerissen haben!“, schrieb er auf Truth Social, begleitet von einem Foto der Beschichtung. (Wohlgemerkt: Es gibt keinerlei Belege dafür, dass Vandalen die Oberfläche des Pools aufgeschnitten haben.)
Während Amerikaner verhaftet werden, weil sie mit dem fauligen Wasser in Berührung kamen, verlieren einige der beliebtesten Bewohner Washingtons ihr Leben. Mindestens drei Enten – Stammgäste und Dauerbewohner der National Mall – wurden tot im oder rund um den Reflecting Pool aufgefunden. Die verendeten Tiere werden derzeit im Rahmen einer Untersuchung des Washingtoner Umwelt- und Energieministeriums obduziert, um festzustellen, ob ihr Tod mit den Algen, Chemikalien oder dem Kunststoff zusammenhängt, der sich in dem Becken zu einem giftigen Gebräu vermischt.
Trumps Washington wirkt verwahrlost
Die Lage ist so desaströs, dass der Pool wenige Wochen nach der angeblichen Fertigstellung des Projekts erneut abgelassen wird, um eine weitere Runde Reparaturen durchzuführen. Trump hat für die Verschönerung der Hauptstadt im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit üppig Geld ausgegeben – doch mit einem leeren Pool, ruinierten Rasenflächen vor dem Weißen Haus und einer riesigen Baugrube, wo einmal der East Wing stand, macht Trumps Washington einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck.