TV-Fussnoten



TV-Fußnoten: „2 Broke Girls“ – 10 Fragen, die Sitcom betreffend


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Gestern begann auf ProSieben die dritte Staffel von „2 Broke Girls“, der immer noch unterhaltsamen Serie von Michael Patrick King („Sex And The City“) und Whitney Cummings („Whitney“). Zwei Kellnerinnen eröffnen in Williamsburg einen kleinen Cupcake-Laden, was aber eigentlich recht egal ist (wie fast alle Handlungstränge in Sitcoms). Es geht um die Unterschiedlichkeit der zwei Protagonistinnen: Max (Kat Dennings) stammt aus dem Prekariat, Caroline (Beth Behrs) aus reichem Haus. Jetzt sind beide pleite, dafür aber Zimmergenossinnen und Geschäftspartnerinnen. Das läuft natürlich nicht ohne Spannung ab – und die ersten zwei Folgen versprechen schon mal eine Menge weitere kurzweilige Albernheiten.

Ein paar Fragen hätte ich allerdings noch – nicht nur die „2 Broke Girls“, sondern Sitcoms generell betreffend:

Wieso sind bei Sitcoms alle rassistischen Klischees (winzige Asiaten, bekiffte Schwarze, notgeile Russen) erlaubt?
Wie schaffen es begabte Sitcom-Schreiber, in 20 Minuten absolut nichts zu erzählen, das aber extrem lustig?
Muss man während dieser 20 kurzen Minuten tatsächlich zwei Werbepausen machen?
Und wie viel Product Placement ist eigentlich neuerdings erlaubt?
Gibt es in irgendeiner Sitcom irgendeinen Boss, den man ernstnehmen kann?
Warum spielen Sitcoms immer nur in maximal drei Räumen, auch wenn sie erfolgreich sind und genug Geld für Außenaufnahmen da sein müsste?
Und kann New York im Vorspann auch mal realistisch aussehen und nicht immer wie die schönste Stadt der Welt?
Wo haben alle die Sitcom-New-Yorkerinnen ihre perfekten Haare her?
Hat je bei irgendeiner Sitcom ein ausgeprägter Akzent auch in der Synchronisation funktioniert?
Und vor allem: Wann hören endlich die immer (auch wenn die Serien live im Studio aufgenommen werden) unecht wirkenden eingespielten Publikumslacher auf?