Twitter-Angebot: Katy Perry will Wahlkampfsong für Hillary Clinton schreiben

Katy Perry twitterte übers Wochenende ein Foto von sich und Hillary Clinton, die sie am Freitag bei einer Autogrammstunde für deren Memoiren getroffen hatte. Darunter schrieb sie: “Ich habe Hillary Clinton angeboten, eine ‚Erkennungsmelodie‘ für sie zu schreiben, sollte sie eine brauchen.”

Mit “Erkennungsmelodie” meint sie natürlich einen schmissigen Wahlkampfsong, wie sie im US-Wahlkamp seit jeher populär sind: Ronald Reagan bediente sich bei Bruce Springsteens “Born in the U.S.A.”, offensichtlich ohne die Anti-Kriegs-Botschaft des Songs verstanden zu haben, George W. Bush benutzte unerlaubter Weise Tom Pettys “I Won’t Back Down” und bekam dafür dessen Anwälte an den Hals, und Hillarys Ehemann Bill Clinton lies auf seinen Wahlveranstaltungen Fleetwood Macs “Don’t Stop” aus den Lautsprecher brüllen.

Hillary Clinton bedankte sich für Perrys Angebot mit einem Tweet voller Anspielungen: „@Katyperry Well that’s not a Hard Choice. You already did! Keep letting us hear you Roar.”

“Hard Choices” ist der Titel von Hillarys neuem Buch über ihre Zeit als Aussenministerin, “Roar” einer der grössten Hits von Katy Perry.

Es steht zwar noch gar nicht fest, ob Clinton bei den Wahlen 2016 als Präsidentschaftskandidaten antreten wird – sie will ihre Entscheidung erst Ende des Jahres bekannt geben – aber der Wahlkamp scheint schon begonnen zu haben. Und ein Song von Perry, der auf Twitter 54 Millionen und auf Facebook 71 Millionen Fans folgen, würde ihrer Popularität bei jüngeren Wählern sicher nicht schaden.


Der melancholische (Alb-)Träumer: R.E.M.-Sänger Michael Stipe wird 60

Für einen Moment hatte es so ausgesehen, als wären R.E.M. für Michael Stipe nur eine biographische Randnotiz gewesen. Ein unerwartet erfolgreiches Projekt, das zu einem für alle Beteiligten friedvollen Ende gebracht wurde. Doch nun sollte die eigentliche künstlerische Karriere folgen. Kein Interview, in dem der Sänger nicht über die Vorzüge des Lebens danach philosophierte. Natürlich verzog sich Stipe erst einmal aus der Öffentlichkeit. Er legte sich einen Bart zu und einen Piercing, wie Eremiten das manchmal machen. Dann flog er zwischen seinen Wahlheimaten, darunter auch Berlin, hin und her, zeichnete, malte und fotografierte. Inzwischen werden seine Bilder, die ja auch…
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