Video: Mit Miles Kane im Studio – die Songs „Come Closer“ und „King Crawler“


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Mit Freuden erinnert man sich an The Last Shadow Puppets zurück, diese zwei Jungspunde, die sich für ein Album die ganz großen Gesten gönnten, die sich für ihre Auftritte mit Orchesterverstärkung in Schale schmissen und die es einfach mal probierten, den großen Croonern nachzueifern. Alex Turner und Miles Kane waren diese beiden jungen Herren, erstgenannter schon ein Star mit seinen Arctic Monkeys, letztgenannter in einer passablen Britrock-Band namens The Rascals, deren Debüt zum Shadow Puppets-Release noch ausstand – was zurfolge hatte, dass Kane später im Interview mit seiner eigentlichen Band geradezu mantra-artig wiederholte, dass jetzt die Rascals dran wären.

Nun, so ganz waren sie es nicht, obwohl ihr Album „Rascalize!“ durchaus Schmiss hatte. Aber die Originalität, das Schillernde, das die Shadow Puppets ausmachte – das fehlte irgendwie und man dachte sich so: Der Junge kann doch so viel mehr!

Nun also die Solokarriere – und die scheint durchaus einem gewissen Timing zu folgen. Das selbstbetitelte Debüt erscheint am 06. Mai – also durchaus zu einer Zeit, in der auch wieder viel über seinen Buddy Alex Turner gesprochen wird. Immerhin erscheint nur wenig später, am 03.06., „Suck It And See“ von den Arctic Monkeys. Turner wird offenbar nicht auf Miles Kanes Album vertreten sein – dafür kann er aber einen noch prominenteren Gast begrüßen: Noel Gallagher im Song „My Fantasy“ zu hören sein, wie Kane Ende letzten Jahres verriet. Im Gegenzug wird Kane auf Gallaghers Solo-Album Gitarre spielen.

Wir haben nun von unserem Partner tape.tv zwei Studio-Sessions von Miles Kane bekommen, die einen guten Eindruck vermitteln, was man von dem jungen Herren erwarten kann. Während „Come Closer“ noch hier und da ein wenig nervt, weil es Kane mit den Gesangs-Manierismen und den „Ohhhs“und „Ahhhs“ übertreibt, entwickelt „King Crawler“ einen ganz eigenen Sog, selbst wenn die Drum-Rhythmen den Arctic Monkeys sehr nahe kommen.

Miles Kane – „Come Closer“

Miles Kane – „King Crawler“