Videopremiere: Boss Hog mit „Shh Shh Shh“

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Videopremiere: Boss Hog mit „Shh Shh Shh“

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Mit „Shh Shh Shh“ haben Boss Hog eine neue Single aus ihrem krachenden Comeback-Album „Brood X“ veröffentlicht. Sehen Sie bei ROLLING STONE die exklusive Videopremiere:

Über das Video sagt Sängerin Cristina Martinez: „Ich wollte einen Ort schaffen, in dem das Chaos regiert, die Panik, der Kontrollverlust. Und dies ist dabei entstanden.“

„Shh Shh Shh“ sei Teil ihrer inoffiziellen Geburtstagsfeier gewesen. „Am Ende der Party waren wir fast im Delirium. Wir luden Freunde ein, die die Rollen der Toten im Haus übernehmen sollten. Deshalb dieser Eindruck im Video: Es ist eine ghoulish pajama party.“

Bilanz: „Zwei Dutzend Austern, sechs Pizzen und ein Karton voller Champagner-Flaschen.“

Review:

Boss Hog: Brood X

★★★½

Anzüglicher Trash und distinguierter Krach vom Bluesrock-Ehepaar

Cristina Martinez und Jon Spencer sind das charmanteste Ehepaar der Rockmusik. Spencer ist stets unfreundlich, aber seiner Frau schleppt er sogar ein Bettgestell auf die Bühne. Nach 17 Jahren Pause dröhnen Boss Hog heute wie im New York der Neunziger. Die frivole Orgel, der Pop und der stringente Beat des bis dato letzten (und tollen) Albums, „White­out“, sind verschwunden, die Sexiness überlebt bloß als ironisches Zitat, die Basssaiten dürfen platschen, die Gitarren lärmen, Cristina darf ihre Lyrics herausschleudern.

Was Boss Hog aber von anderen Fuzz-Bands unterscheidet: Der Blues, die perkussiven Grooves, ein paar lässig eingestreute Flötentöne (und Peitschenhiebe) – alles da. Ein Vergnügen also für Freunde des anzüglichen Trashs und des distinguierten Krachs. (­Bronze Rat/Soulfood)

Sebastian Zabel

Boss Hog im Porträt:

Boss Hog: Oldschool für das Jetzt

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