„Wetten, dass ..?“: Quote stimmt, aber Thomas Gottschalks flaue Sprüche sorgen für Häme im Netz

Hauptsache die Zahlen stimmen. Alt-Showmaster ist weiterhin für eine Top-Einschaltquote gut

Spaßmacher Oliver Kalkhofe wurde mal wieder deutlich: „Rede viel und laut, lenk vom Opa ab, Du hast den Überblick, Du machst die Show!“, war seine ironische Regie-Anweisung an Moderatorin Michelle Hunziker, die er auf seinem Twitter-Kanal nach der Ausstrahlung der ZDF-Show „Wetten Dass ?“ abfeuerte.

Auch anderswo wurde gewitzelt. Angesichts einiger nicht sattelfester Gottschalk-Fragen an die deutschen Fußball-Nationalspielerinnen Giulia Gwinn (23) und Alexandra Popp (31) sowie onkelhafte Anspielungen auf die Liebes-Eskapaden seiner Co-Moderatorin („Da war plötzlich dieser Six-Pack-Doc“).

Beim puren Blick auf die Zahlen wird man auf dem Mainzer Lerchenberg mit Grinse-Gesichtern durch die Gänge gelaufen sein: Über zehn Millionen Zuschauer, imposanter Marktanteil in der jungen Zielgruppe von mehr als 40 Prozent. Der 72-Jährige ist am Samstagabend immer noch eine Kategorie für sich.

Thomas Gottschalk am 19. November 2022 in Friedrichshafen

Kleine Schnitzer gehören bei ihm allem Anschein nach zur Aura. Bei „Bild“ hatte Gottschalk im Vorfeld verkündet, dass er sich auf seine Sendung nicht vorbereiten würde. Dafür setzte es flotte Gags gegen seinen Kollegen und Konkurrenten Florian Silbereisen (41). Als ein halbwegs fitter Superstar Robbie Williams (48) seinen Gasthauer „Angels“ anstimmte und tausende Besucher in der Messehalle Friedrichshafen ihre Handylichter glühen ließen, gab es einen Seitenhieb von Thommy gegen Silbereisen: „Da kann der Kollege mit seinen Lichtlein in Bethlehem bleiben. Das waren mehr als 1000.“ Ein Austeiler gegen die 1000-Lichter-Shows des Schlager-Königs.
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Für die Zukunft ist zumindest eine weitere Ausgabe von „Wetten Dass ..?“ im Jahr 2023 avisiert. Der Breitwand-Mix mit Superstars wie Robbie, Herbert Grönemeyer (66) oder John Malkovich (68) und tollkühnen Wett-Kandidaten auf Baggern oder BMX-Rädern lockt eben auch im nicht-linearen Medienzeitalter die Zuschauer vor die Glotze.

Andreas Rentz Getty Images
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