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Weyes Blood (Natalie Mering): „Ich habe es nicht eilig, in die Charts zu kommen“


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Nachdem Weyes Blood ein paar Bühnen-Scherzchen darüber gerissen hat, dass sie “nur“ in der Kantine NEBEN dem weltberühmten Techno-Großraum-Schuppen Berghain auftritt, stellt sie dem Publikum die „God“-Frage: Soll sie statt „God“ vielleicht eher „Good“ singen? In der Coverversion von „God Only Knows“. Mega-Klassiker der Beach Boys, vorgetragen mit sauber eingespielten Begleitband und ihrer fesselnd-präsenten Alt-Stimme…


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Ok, Weyes-Westcoast-Ironie beiseite. Die California-Loreley intoniert den Song mit lässiger Souveränität, genau wie die cinematischen Arrangements der neuen Songs wie „Movies“ oder „Andromeda“ auch in der Bühnen-Variante kaum etwas von ihrer Faszination verlieren. Man merkt Natalie Mehring ein langes Musikerinnen-Dasein mit Klavier, Gitarre und Gesang an, dass für sie bereits im Kindesalter begonnen hat.

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Mittlerweile hat sie drei Alben veröffentlicht und mit coolen Producer-Kumpels wie Drugdealer oder exzentrischen Mentoren wie Ariel Pink Songs eingespielt. In der „Vogue“ durfte sie ihre modische Seite präsentieren, nebst Kosmetik-Tipps aus Tour unter Indie-Bedingungen. Schließlich kommt sie mit ihrer Musik mittlerweile um die Welt, wenn auch fernab vom großen Taylor-Swift-Format.

Weyes Blood will noch mehr Kino

„Ich bin halt eine langsam wachsende Pflanze und habe es nicht sonderlich eilig in irgendwelche Popcharts zu kommen. Viel lieber würde ich meine zweite Liebe, den Film, noch stärker mit der Musik verbinden“, sagt Mering beim Zwischendurch-Interview am Nachmittag, das sie vor dem Soundcheck mal eben im Flanellhemd-Look bestreitet. Eine subtile Hommage an ihr Heimatlabel SubPop, dereinst bekanntlich die Urknallzelle des Grunge…!?

Weyes Blood

Später als Band-Leaderin erscheint sie in standesgemäßer Bühnenkluft. Eine neue Karen Carpenter vor knapp 235 Fans. Weißer Hosenanzug, von dem der taillierte Blazer zwischendurch in einer expressiven Tanzbewegung Richtung backstage fliegen geht. „Die intensive Beschäftigung mit der reichhaltigen Tradition der amerikanischen Popkultur treibt mich an“, sagt sie bestimmt. „Natürlich unter den Bedingungen heutiger Technologie- und Produktionsmittel, die mit wenig Geld die Verwirklichung großer Ideen ermöglich. Klassische Songformate halt. Von meinen Skills her fühle ich mich nun fähig dazu!“

Brett Stanley/Promo


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