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The Beach Boys: So entstand ihr Mega-Hit „Good Vibrations“


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„Es machte mir Angst, dieses Wort vibrations“, sagte Brian Wilson einmal. Die Mutter hatte Klein-Brian erklärt, wieso Hunde manche Leute anbellen und andere nicht. „Hunde spüren die Schwingungen, die man nicht sehen oder hören kann. Und zwischen Menschen passiert das genauso.“

„Good Vibrations“, Wilsons krönendes Werk als Songwriter und Produzent, machte sich diese Energie zunutze – und verwandelte sie in ewigen Sonnenschein. „Es ist ein spiritueller Song“, sagte er nach der Veröffentlichung, „und er soll good vibrations aussenden.“

Allerdings hatte der damals 24-Jährige auch egoistischere Motive: „Ich sagte mir: ,Der Song wird besser werden als ,You’ve Lost That Lovin‘ Feeling‘.“ Wilson war noch mitten in seinem Opus Magnum „Pet Sounds“, als er am späten Abend des 17. Februar 1966 im Gold Star-Studio in Los Angeles mit „Good Vibrations“ begann.

Sieben Monate lang baute er den Song dann in vier Studios Stück für Stück zusammen und verbrauchte dabei über 50 000 Dollar, damals die höchste Summe, die je für eine Single ausgegeben wurde. „Wir hatten zuerst gar nicht vor, den Song so sektionsweise zu produzieren“, sagt er heute, „aber nach den ersten paar Takten der ersten Strophe war klar, dass diese Platte etwas ganz anderes werden würde.“ Die anderen Beach Boys waren auf Tour, und er durfte experimentieren, in aller Ruhe.

Beach Boys – „Good Vibrations“-Cover.

Am Ende wurde „Good Vibrations“ ihre dritte Nummer-eins-Single, aber auf den Höhenflug folgte jäh der Absturz – ein kommerzieller für die Band, ein kreativer und emotionaler für Wilson. „Good Vibrations“ war für das Album „Smile“ geplant, aber im Mai 1967 begrub Brian Wilson das Projekt wegen seiner Depressionen und des musikalischen Richtungsstreits mit den anderen Beach Boys.

Der Rest der Geschichte ist nur zu bekannt. Wilson stellte das Album in einer aktualisierten Fassung fertig, und „Good Vibrations“ war zuletzt der Höhepunkt bei den Konzerten der „SMiLE“-Tour. „Dem Song geht es so gut wie noch nie“, sagt der Meister. „1966 ging er auf Platz eins, und wenn wir ihn heute live spielen, kriegen wir jedes Mal stehende Ovationen. Ich finde das unglaublich.“

Erschienen auf: „Smiley Smile“, 1967.

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