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Blackout Tuesday
Highlight: Paul McCartney kostete „Wetten dass..?“-Moderator den Job

Willander sieht fern: Thomas Gottschalk, das Pop Kid

Der Teletext von RTL erweckte hysterische Vorfreude: Thomas Gottschalks neue Sendung heißt „Mensch Gottschalk – Das bewegt Deutschland“, und versprochen wurde, dass „je nach Thema emotional, humorig oder hintergründig“ verhandelt werde. Ein Begriff passt hier nicht – und es ist nicht „humorig“.

Gottschalk beginnt die Sendung humorig vor der Sendung, er übernimmt das Einheizen: Ungefähr hundert Leute sitzen auf Stühlen. „Wollte nur mal guten Abend sagen, das ist wichtig“, sagt er. „Ich will mit normalen Menschen über normale Themen reden, mal sehen, ob das noch geht. Wichtig ist, dass ihr normal reagiert.“ Das Einzige, das bei Gottschalk immer ging, war normal mit normalen Menschen über normale Themen reden. Er geht etwas steif, sein Quadrizeps ist gerissen, „Bin auf den Arsch gefallen“, und er spricht ein bisschen verwaschen, ist wohl etwas mit den Zähnen.

Gottschalk trägt Leopardenstiefeletten, einen braunen Anzug und ein T-Shirt mit dem Konterfei eines Indianers mit Wolfskopf und Federschmuck. Vielleicht bedeutet das: Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses. „Ich versuche, nicht zu überziehen“, witzelt Gottschalk. Bombenstimmung im Studio. Die Sendung ist für dreieinhalb Stunden angesetzt. „Nena kommt, die Pet Shop Boys, alte Buddys wie Niki Lauda.“ Die Sofagarnitur ist braun, die Kulissen sind braun-orangefarben. Später steht eine braune Haus-Bar herum. Es ist wieder „Gottschalks Haus-Party“, es ist dieses Konzept, gar keins, nur dass es nicht an der Tür bimmelt.

Nun laufen Fußballkinder auf, die den Pappkameraden der deutschen EM-Mannschaft zugeordnet sind; der Bartbrillenmützenträger Mark Forster hat das kuratiert. Forster singt „Wir sind groß“, er schlenkert mit den Armen, es ist der EMSong. Das Stück handle von „so ’m Sommer mit Kumpels, nä“, sagt Forster. Gottschalk sagt: „Das begeistert die jungen Leute.“ Forster sagt: „Ja.“ Dann kommt ein Gottschalkmoment: Er spricht ein Mädchen mit „Sandra?“ an, sie sagt: „Nee, Theresa“, er versucht es noch einmal mit „Sandra“, aber sie heißt noch immer Theresa. Die Kinder haben auch was Musikalisches gemacht, man sieht Videos, und zu einem Jungen sagt Gottschalk: „Ja, die Hymne, das warst du hier, mein Liaba.“

Dann kommen der Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand, der Moderator Matthias Opdenhövel und der Terrorforscher Peter Neumann: Die Bombe wird hochgehen, aber sie wird nicht im Stadion hochgehen, sagt Professor Neumann. „Statistisch gesehen ist es immer noch so, dass die Fahrt zum Flughafen gefährlicher ist als so ein Großereignis“, beruhigt Gottschalk.



„Wetten, dass..?“: Jubiläumssendung wird verschoben

Die für den 7. November 2020 geplante Sonderausgabe von „Wetten, dass..?“ mit Thomas Gottschalk wird nicht stattfinden. Das gab der Moderator eher beiläufig in seiner Geburtstagsshow bekannt, die am Sonntag (17. Mai) im ZDF lief. (Im Anschluss lief allerdings ein anscheinend nicht mehr zu verhindernder Teaser für die Jubiläumsausgabe 2020.) Fehlende Vorbereitungszeit für Wetten Stattdessen wird das einmalige Special erst im kommenden Jahr laufen. ZDF-Showchef Oliver Heidmann begründet die Maßnahme in einem Statement mit den aktuellen Produktionsbedingungen während der Corona-Krise: „‚Wetten, dass..?‘ ist eine Show, die von der einzigartigen Atmosphäre einer großen, vollbesetzten Halle lebt. Das kann im Moment leider…
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