Wilson Endure – Top oder Flop?
Der Wilson Endure im Test: Wie gut ist der neue Padel-Schläger?
Padel, lange Zeit als „Tennis des kleinen Mannes“ verhöhnt, gehört zu den am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt: Die Mischung aus Tennis und Squash entstand in den 1960er-Jahren in Mexiko und hat sich gerade in Lateinamerika zu einem Massensport entwickelt. Einsteiger können schnell Erfolgserlebnisse haben, weil der Schläger kürzer ist als ein Tennisschläger, der Platz kleiner und sehr gute Schläger nicht ganz so teuer. Nun wird Padel auch in Europa bekannter. Wir testen den Wilson Endure und sagen, ob er sich lohnt.
Gesamtcharakter des Schlägers
Die Endure-Serie soll der erste auf Kontrolle ausgerichtete Schläger mit runder Form sein. Diese Bauform soll genaue Ballplatzierung vor allem für Spieler ermöglichen, die Punkte von der Grundlinie aufbauen. Das Modell Endure Pro v1 richtet sich laut Hersteller an fortgeschrittene Spieler, die Carbon-Schlagfläche soll Spin und Kontrolle verbessern.

Pro
Hohe Kontrolle
Der Ball lässt sich Test tatsächlich präzise platzieren. Der große Sweet Spot erleichtert lange Ballwechsel auch bei nicht perfekt getroffenen Bällen. Gut für Anfänger.
Manövrierbarkeit
Hohe Beweglichkeit des Schlägers – gut für Volleys.
Effektiver Spin
Ob es an der raue Carbon-Schlagfläche liegt, die mehr Reibung erzeugt, ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall gut für Topspin- oder Slice-Schläge.
Contra
Spielbarkeit
Der Endure spielt sich wie ein Kontrollschläger. Für Smash-Power vielleicht etwas zu wenig Power.
Gewicht
365 Gramm: nicht der leichteste Schläger auf dem Markt. Wie fühlt man sich nach zwei Stunden damit?
Fazit
Der Endure ist auf jeden Fall gut für lange Ballwechsel, also taktische Kontrolle, am besten von der Grundlinie. Wer Mega-Action am Netz sucht, das offensive Spiel forciert, wird nicht überfordert, aber vielleicht auch nicht hundertprozentig glücklich. Wilson sieht den Endure auch als Kontrollschläger – Käufer sollten das beherzigen.