Wolfgang Völz: Ein Held unserer Kindheit

Ohne weitere Kenntnisse hätte ich diese Nachricht wohl schulterzuckend zur Kenntnis genommen. Ein Mensch verstirbt in hohem Alter. Ein Schicksalsschlag für seine Familie, die mein aufrichtiges Beileid hat. Aber ich habe zu ihm – so dachte ich – keine emotionale Verbindung.

Vielleicht bin ich zu jung, um seine großen Erfolge auf der Leinwand gebührend zu würdigen. Vielleicht bin ich nicht kulturell beflissen genug, als dass ich mit Wolfgang Völz das Gesicht zu Edgar-Wallace-Verfilmungen vor Augen habe. „Raumpatrouille Orion“ lief weit vor meiner Zeit. Auch „Stahlnetz“ habe ich nie gesehen. Doch die unverkennbare Stimme von Wolfgang Völz hat mich meine ganze Kindheit lang begleitet und tut es auch heute noch.

Wolfgang Völz, Hansjörg Felmy,;“Unternehmen Köpenick“, ZDF- Serie

Als Kind der 80er und 90er Jahre bin ich mit Wolfgang Völz aufgewachsen. Bei mir zu Hause war der Fernseher für mich stets Tabu. Während meine Kumpels von Abenteuern ihrer Serienhelden wie Colt Seavers erzählten, stand ich schweigend daneben. Doch montags konnte ich immer mitreden. Eine halbe Stunde „Sendung mit der Maus“ am Sonntag – mein wöchentlicher und von meinen Eltern für pädagogisch wertvoll befundener Fernseh-Slot. Das Highlight kam immer zum Schluss: Käpt’n Blaubär.

Wolfgang Völz verlieh nicht nur dem Protagonisten seine unverwechselbare Stimme. Für mich war er Käpt’n Blaubär. Der immerzu tollpatschige Hein Blöd und die besserwisserischen Enkel halfen mir nicht selten, im Kindergarten und später auf dem Schulhof mit Expertenwissen und Witzen aufzutrumpfen. Doch es ist die Stimme des Lügenbarons, die mir bis heute präsent ist.

Die eindrucksvolle Stimme von Wolfgang Völz zeigt sich für mich auch im Film bzw. deren Synchronisation. Ich gehöre zu der Sorte Zuschauer, die Filme vorzugsweise im englischsprachigen Original sieht. Doch Wolfgang Völz’ Stimme ist für mich so eng mit Schauspielern wie Walter Matthau verwebt, dass sich Filme von jenen im Original für mich geradezu falsch anhören.

Peter Bischoff Getty Images


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