Kanye Wests „Bully“ debütiert auf Platz 2 der Billboard 200

Nach ausverkauften Shows in Los Angeles wird „Bully“ Kanye Wests 14. Top-10-Album.

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Nach Jahren voller Klagen und Kontroversen scheint es noch immer ein Publikum für Kanye West alias Ye zu geben – oder zumindest für seine Musik. „Bully“, Kanye Wests lange verzögertes neues Album, debütiert auf Platz 2 der Billboard 200. Es signalisiert damit, dass die Hörerinnen und Hörer den umstrittenen Musiker mehrheitlich wieder im Mainstream willkommen heißen.

„Bully“ landet direkt hinter BTS‘ „Arirang“, das seine Chartdominanz nach dem Debüt auf Platz 1 in der Vorwoche fortsetzt. Es schaffte es auf 187.000 äquivalente Albumeinheiten im aktuellen Auswertungszeitraum. Ye folgt dicht dahinter mit 152.000 Einheiten. Auf „Bully“ beschwört er viele der Sounds, die ihn im Laufe seiner Karriere geprägt haben – bis hin zu sorgfältig ausgewählten Soul-Samples. In den vergangenen Wochen kündigte er eine Reihe hochkarätiger Konzerte an, darunter drei Auftritte beim Londoner Wireless Festival in diesem Sommer – ein Schritt, der bereits erste Sponsoren zur Abkehr bewogen hat.

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Kanye West: Ausverkaufte Konzerte in Los Angeles

In der vergangenen Woche spielte Ye in Los Angeles zwei ausverkaufte Nächte im SoFi Stadium vor jeweils Zehntausenden Fans. Als er das Ausmaß der Menge auf sich wirken ließ, hielt er inne und rief: „So klingen 80.000 Menschen… Die haben gesagt, ich wäre nie wieder in den Staaten. Zwei ausverkaufte Konzerte, Baby!“ Tatsächlich war Ye seit einer Reihe antisemitischer und rassistischer Ausfälle im Jahr 2022 – die in der Veröffentlichung eines Hakenkreuz-T-Shirts über seine Yeezy-Marke gipfelten – so etwas wie ein Ausgestoßener im Mainstream-Showgeschäft. Seitdem hat er sich mehrfach entschuldigt. In einem Interview mit „Vanity Fair“ führte er sein damaliges Verhalten auf psychische Probleme sowie einen Autounfall zurück, der sich früh in seiner Karriere ereignet hatte.

Mit „Bully“ scheint Ye auf ein Comeback im Rampenlicht zu setzen. Wenn die Zahlen der ersten Woche ein Indiz sind, könnte das tatsächlich aufgehen.

Jeff Ihaza schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil