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Selena Gomez schluckt im Video zu „Fetish“ Seife und Glas

Sind wir mal ehrlich: Seit einiger Zeit befinden sich Musikvideos eher auf einem absteigenden Ast. Während wir früher noch stundenlang vor MTV ausharren mussten, um unseren Lieblingssong hören zu können, geben wir den Titel heute nur noch bei Spotify, Tidal, iTunes oder anderen Plattformen in die Suchleiste ein und können hören, was wir wollen, so oft wir es wollen. Und das dazugehörige Video? Das war eigentlich auch damals schon nicht so wichtig (wie die Musik) – und ganz besondere Meisterwerke können wir heute ja immer noch bei YouTube aufrufen, wenn uns danach ist.

Entertainment like it’s 2000

Klar also, dass Videoclips (allein das Wort klingt so sehr nach den Nuller Jahren…) heute mehr bieten müssen, als noch vor zehn oder 20 Jahren – Selena Gomez hat es immerhin versucht. Die filmische Untermalung ihrer neuen Single „Fetish“ dauert etwas unter vier Minuten; der Song selbst ist eine Mischung aus Ballade und Midtempo-Nummer, inklusive Feature des legendären US-Rappers Gucci Mane.

Hungrige Bestien

Weil Instagram-Queen Gomez sichergehen will, dass es in ihrem Video auch wirklich etwas zu sehen gibt, hat sie sich für folgende Storyline entschieden: Sie kommt vom Einkaufen, zumindest ist sie mit zwei großen Tüten bepackt und wird erst noch eine Weile von der Sonne geblendet, bevor sie sich ins Haus begibt. Klingt nicht so spannend? Ist es auch nicht. Im Haus allerdings greift die Freundin von Superstar The Weeknd dann zu allerlei nicht-essbaren Gegenständen – klar, wer schon einmal hungrig einkaufen war, weiß, dass man anschließend gut und gerne eine ausgewachsene Kuh verdrücken könnte.

Selena Gomez macht’s anders: Sie wählt erst eine Glasscherbe, anschließend ihre eigenen Finger, die von einer Art Schleim (oder vornehmer: Gelee) bedeckt sind – natürlich isst sie die nicht, ist ja klar, es wird nur ein bisschen sexualisiert daran herumgesaugt. Und weil jeder mal abstruse Dinge ausprobiert, auf deren Idee kein rational denkender Mensch kommen würde, streckt sie im Anschluss ihre Zunge in eine Wimpernzange und drückt sie zu.

#RIP, Lipstick

Um das alles ein wenig abzukürzen: Die Pop-Prinzessin probiert noch allerhand Dinge, sie beißt beherzt in ein großes Stück Seife und zerdrückt einen pinkfarbenen Lippenstift auf ihren Zähnen. Kann man machen – die Teenies, die Gomez mit dem Video unter anderem erreicht, müssen allerdings wahrscheinlich allein aus Taschengeld-Gründen darauf verzichten, dekorative Kosmetika ohne Sinn und Zweck mithilfe ihres Körpers zu zerstören.

Zwischendurch, denn man will schließlich auch erwachsene Menschen mit dem audiovisuellen „Kunststück“ ansprechen – räkelt und streckt Selena sich in zwei verschiedenen gelben Kleidern, in der Küche und auf dem Tisch. Schmeißt ihre Einkaufstüten durch die Gegend (wozu hat sie dann eingekauft?), wälzt sich in matschigen Tomaten und zerbrochenen Eiern und natürlich wandert die Hand mal zum Saum ihres Kleides und zieht es lasziv nach oben.

Eigentlich ganz brav: Selena Gomez
Eigentlich ganz brav: Selena Gomez

Not yet a woman

Durchs Kleid blitzende Nippel und ein Raum, der wie ein begehbarer Gefrierschrank aussieht, runden das Video ab. Was wir daraus mitnehmen sollen? Man weiß es nicht so genau; immerhin passen die gustatorischen Ausflüge zum Titel des Songs, „Fetish“. Es ist nur so: Irgendwie hat Selena ihr altes Image immer noch nicht so ganz abgelegt, man verbindet sie eben (wenn auch nur im Hinterkopf) nach wie vor noch mit Shows, die für heranwachsende Mädchen produziert wurden. Und dazu passt die Verbindung zwischen unschuldig-bravem Gesicht und sexuell-rhythmischen Gebärden einfach nicht, es bringt einen durcheinander und lässt einen ratlos zurück. Das Video hätte auch den Titel haben können: „Not a Girl, not yet a Woman.“

Axelle/Bauer-Griffin FilmMagic


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