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ZDF-Programm-Chef: Löschung des Böhmermann-Gedichts war alternativlos

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Am Donnerstag (25. September) kehrt Jan Böhmermann auf ZDFneo mit seinem „Neo Magezin Royale“ aus der Sommerpause zurück. Norbert Himmler, der im ZDF für das Programm verantwortlich ist, hat sich nun in einem Interview mit der „FAZ“ erstmals zu der umstrittenen Entscheidung geäußert, das Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nur einen Tag nach Ausstrahlung der TV-Sendung aus der Mediathek zu löschen.

Wie der 45-Jährige bestätigte, ging das Poem „programminhaltlich entschieden zu weit“. Deshalb habe er den Beitrag nach Absprache mit dem Intendanten aus der Mediathek genommen und jede weitere Ausstrahlung verboten. Dabei bleibe es auch, so Himmler. Der Programm-Chef zeigte sich im Gespräch mit dem Blatt aber auch überrascht, dass sich aus der causa in kürzester Zeit eine Staatsaffäre entwickelte (die allerdings im Vergleich zu den aktuellen Ereignissen in der Türkei geradezu lächerlich anmutet).

Himmler: „Die Tragweite hat niemand von uns ermessen können. Dass das ‚Schmähkritik‘-Gedicht, das ja in einen Kontext eingebunden war, für Kritik sorgen würde, war klar. Dass es die Bundesregierung auf den Plan gerufen und den türkischen Präsidenten veranlasst hat, daraus eine Staatsaffäre zu machen, konnte niemand vorhersehen.“

Kurzzeitig gab es in den letzten Monaten Spekulationen, dass Jan Böhmermann eventuell den Sender wechseln könnte, vor allem auch, weil er angeblich keinen Rückhalt vom Sender spürte, als sein Name im Grunde jeden Tag in der Zeitung zu lesen war. Himmler gibt sich allerdings sehr optimistisch, dass der Satiriker auch in Zukunft Teil der ZDF-Familie bleiben wird. Man befinde sich zwar derzeit noch in intensiven Verhandlungen, aber es sehe insgesamt „sehr gut“ aus.

Hat es Jan Böhmermann mit seinem Erdogan-Gedicht übertrieben?


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