Spezial-Abo

Zeichnung von John Lennon als Hitler ist 54.000 US-Dollar wert


Ein Porträt von John Lennon, der sich selbst als Nazi-Diktator Adolf Hitler darstellt, ist zum Auktionshit geworden. Es wurde für 54.000 US-Dollar verkauft. Die sehr grobe Skizze, die der Beatle in den 1950er-Jahren an der Kunsthochschule (Liverpool College of Art) angefertigt hatte, zeigt Lennon auf einem Podium mit erhobener Hand und den Worten „Heil John“. Die Worte wiederholen sich auf der Zeichnung, als würden sie von einem Publikum darunter im Chor gesungen.

„Er zeichnete dies, als er Student war, und die Tatsache, dass er sogar daran dachte, sich selbst als Hitler darzustellen, ist durchaus seltsam“, sagte Gary Zimet von ‚Moments in Time‘, der den Verkauf organisierte. Zimet fügte hinzu: „Lennon-Zeichnungen sind äußerst begehrenswert und sehr selten.“ Auch deshalb war ein Käufer wohl bereit, eines der widersprüchlichsten Porträts des später deutlich als Pazifist auftretenden Musikers für eine derart hohe Summe zu erwerben. Nicht einmal zwei Jahrzehnte später schrieb John Lennon seinen weltberühmten Song „Give Peace A Chance“.

John Lennon fertigte mehrere Nazi-Zeichnungen an

Die nun unter den Hammer gekommene Zeichnung Lennons ist nur eine von mehreren, auf denen sich der Musiker in Hitlerposen präsentierte. Auch imitierte er auf einigen Nazi-Choreographie. Ein weiteres Bild zeigt den Reichsadler, der über einem Oval mit Lennons Initialen posiert. Der Musiker besuchte ab 1957 die Kunsthochschule in Liverpool, spielte aber auch später noch in seiner Zeit mit den Beatles mit Nazisymbolen.

Während des Cover-Shootings für „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ schlug Lennon vor, Hitler unter die mehreren Dutzend Wachsmodelle und Kartonausschnitte von Kulturikonen auf dem inzwischen längst weltberühmten Cover aufzunehmen. Auf der Website der Beatles wurde zum Jubiläum der Platte ein Making-Of des Cover-Artworks gezeigt, das zeigt, wo das Bild eingefügt wurde. Schlussendlich wird Hitler aber von der Band verdeckt.

The Beatles - Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band
„Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“

The Beatles Parlophone/Capitol/EMI

The Beatles: Wie die Aufnahmen zu „Let It Be“ zum Fiasko wurden

Paul McCartney hatte den gospelnden Soul von Aretha Franklin im Hinterkopf, als er 1968 - während der "White Album"-Sessions - mit dem Schreiben des Songs begann. Die erste Songzeile - "When I find myself in times of trouble/ Mother Mary comes to me" - ging auf einen Traum zurück, in dem seine verstorbene Mutter Mary ihm sagte, dass er sich um die Zukunft nicht sorgen solle. "Ich bin mir nicht sicher, ob sie die Worte 'Let it be' benutzte, aber das war die Quintessenz des Traums." Die Beatles hatten Probleme in Hülle und Fülle Einen ganzen Monat lang hatte man…
Weiterlesen
Zur Startseite