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Zum Tod von Donna Summer: Loved To Love You, Baby

Zuletzt war sie ein Relikt aus einer versunkenen Zeit, die sie geprägt hatte wie sonst nur die Bee Gees, die Eagles und ABBA. In den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts regierte Donna Summer nicht nur den Dancefloor, sondern das Radio, die Plattenbranche, die populäre Kultur schlechthin. Im Jahr 1979 gelangen ihr vier Nummer-eins-Hits, zugleich war ein Album auf dem ersten Rang. Erfolgreicher war nie eine Sängerin, waren auch Elvis und die Beatles nicht. Die Songtitel gehen jetzt ein letztes Mal um die Welt: “Hot Stuff”. “Bad Girls”. “Love To Love You Baby”. “Last Dance.” Sie sind Insignien einer Zeit, die man die Jimmy-Carter-Jahre nennen könnte: Die Popkultur hatte gewonnen, das Studio 54 in New York war der Nabel der Welt, die Hippies waren abgemeldet.

Als LaDonna Gaines wurde sie am 31. Dezember 1948 in Boston geboren, sang bald im Gospelchor die Songs von Mahalia Jackson und stand schon mit 17 Jahren der Rock-Band Crow vor. 1968 bewarb sie sich für die erste deutsche Inszenierung des Musicals “Hair” und reiste nach München, wo sie neben Reiner Schöne, Ron Williams und Jürgen Marcus zur Besetzung gehörte. In dem damals gedrehten Afri-Cola-Werbespot von Charles Wilp ist Donna in einer Internationale des guten Geschmacks zu sehen. Sie trat dann in anderen Musicals auf, begeisterte an der Volksoper Wien angeblich die große Julia Migenes mit ihrem Gesang und heiratete den Schauspieler und späteren Zahnarzt Helmuth Sommer – so kam sie zu ihrem Namen.

Wie bei allen Märchen gibt es auch in Donna Summers Karriere die Zampanos im Hintergrund, die grauen Herren, die damals in München bunte Vögel waren: Giorgio Moroder, ein aufstrebender monomanischer  Produzent aus Tirol, und Pete Bellotte, sein Songwriting-Adlatus. 1973 nahmen sie mit Donna Summer die ersten Songs auf, Harmlosigkeiten wie “Lady Of The Night”, die in Deutschland und umliegenden Ländern moderate Hits wurden. Der Legende nach war es Donna, der die Sentenz “I’d love to love you baby” nicht mehr aus dem Kopf ging, woraufhin sie Moroder bat, einen Song zu dem Spruch zu komponieren. Im Sommer 1975 explodierte das 17-minütige Disco-Monster “Love To Love You Baby” – ein Stück, dessen Bedeutung nur in den Kategorien der großen Erfindungen und Umstürze der Menschheitsgeschichte gemessen werden kann. Damals war es nur zu lang für Ilja Richters “Disco”, aber heute treten DJs und Techno-Schamanen die Tränen in die Augen, wenn von dem Geniestreich die Rede ist. Das Stück erschien auf dem Casablanca-Label von Neil Bogart und brachte es bis auf Platz zwei in den USA. Das “aufreizende Stöhnen” der Sängerin führte in Deutschland zum üblichen Radio-Skandal, doch reichte es nur für Platz sechs.



Kobe Bryant in der Musik – Rap und R&B

Kobe Bryant ist tot. Der Basketballer ist am Sonntag (26.1.) bei einem Hubschrauberabsturz in Calabasas, Kalifornien, ums Leben gekommen. Er wurde 41 Jahre alt. Mit ihm starben neun weitere Insassen des Helikopters, darunter, laut „TMZ“, auch dessen 13-jährige Tochter Giana Maria. Die Bryants sollen sich auf dem Weg zu einem Basketball-Spiel befunden haben. Der langjährige L.A.-Lakers-Spieler gewann fünf mal die NBA-Meisterschaft, galt als einer der besten Spieler seiner Zunft, als einer der größten Giganten aller Zeiten. 2016 endete seine Laufbahn als Profi. ROLLING STONE skizziert die musikalischen Stationen des Sportlers. Bryant gründete in der High School das Rap-Kollektiv CHEIZAW, das…
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