ROLLING STONE Daily: Die Pop-News vom 02. Mai 2011

Die Pixies wollen evtl. doch ein Album machen. Chuck D und Green Day kommentieren den bin Ladens Tod. Beyonce will US-Kids in Bewegung bringen und hat einen neuen Song. Die News des Tages...

Hier wieder die wichtigsten News aus Pop und Kultur und Pop-Kultur. Dabei lohnt es sich, immer mal wieder in den Ticker zu schauen, da er über den Tag regelmäßig ergänzt wird. Die neuen Beiträge werden jeweils an den Anfang gestellt.

So ganz werden wir es erst glauben, wenn Kim Deal und Frank Black es bestätigt haben, aber die Gerüchte scheinen sich zu verdichten, dass die Pixies doch noch einmal gemeinsam neue Songs aufnehmen werden. „Wir haben konkrete Pläne für etwas Neues“, verriet Drummer David Lovering den Kollegen von spinner.com. „Bisher waren wir zufrieden damit, lediglich zu touren. Was für quasi non-stop gemacht haben, weil alle uns sehen wollten.“ Dennoch gibt Lovering zu, dass es Albenpläne schon länger gäbe, diese aber an der Verweigerung von Kim Deal scheiterten. Gitarrist Joey Santiago meint jedoch: „Zum Ende der Tour wäre es eigentlich an der Zeit. Wir alle sind wieder zu einer Art Einheit gereift, und wenn wir alle das Kriegsbeil begraben lassen – wer weiß? Wir könnte es einfach probieren und auf das Beste hoffen.“ Dennoch, so Santiago, gäbe es noch immer Spannungen innerhalb der Band. Die habe es aber immer schon gegeben, und es sei ja auch etwas gutes, dieser „Oh yeah? Screw you, we’re gonna play!“-Trotz. Aber, und da wären wir wieder am Anfang – Santiago weiß, dass weder er noch David Lovering das Problem sind. Lachend meint er: „Wenn ich zwei Leute rauspicken müssten, die noch immer streitlustig sind – wären es vielleicht die anderen beiden.“ Deshalb warten wir mal ab, was Kim Deal und Frank Black so sagen. Santiago abschließend: „Verdammt, sogar Bono zupft uns ständig am Ärmel und quengelt: ‚Nun macht endlich eine neue Platte!‘ Das kann ich nicht so stehen lassen – das würde mich zutiefst frustrieren.“ Ob die Pixies im besten Falle wohl wieder solch ein Glanzstück hinbekommen?

Der Tod von Osama Bin Laden beschäftigt natürlich auch die Popwelt. Politische Musiker wie Chuck D von Public Enemy, Billy Joe Armstrong von Green Day und, äh, Katy Perry äußerten sich via Twitter zur Weltlage. Chuck D meinte: „USA is at it again , number one in the rankings of Killing Championships. Stealing the Gold in the Murder Olympics, and the crowd goes wild!“ Miss Perry fragt: „I believe in justice… but don’t u think that an eye for an eye will make the whole world blind?“ Und Mr. Green Day mahnt: „Do not turn the man into a martyr. This is a global victory.“ Hier noch ein schönes Video zum Thema:

Michael Jackson ist tot. Das ist allgemein bekannt. Dennoch enthüllt die Qualitäts-Postille News Of The World jüngst, dass man 2003 bei einer Durchsuchung der Neverland-Ranch Kokain in einer Unterhose des King Of Pops fand. An einer Unterbuchse von Calvin Klein hätte man Reste von Kokain und anderen Drogen gefunden. Außerdem standen in der Wohnung damals ca. 500 kleine Flaschen mit verschriebenen Medikamenten herum.

Neues von der noch sehr im Leben stehenden Beyoncé: Die Dame veröffentlichte vor einigen Tagen ihre neue Single „Run The World (Girls)“, eine Ode an die Mädels dieser Welt, die die selbige am Laufen halten. Ein bisschen monoton ist der Bootie-Shake-Stampfer auf Dauer schon – dennoch gefällt die kämpferische Ättitüde, die sicher den jungen Mädels in ihren Fan-Reihen Kraft geben wird.

Nur wenig später erschien der Clip zu „Let’s Move“, einer Kampagne der National Association of Broadcasters Education Foundation, die mit Beyoncés Hilfe, junge Menschen in Bewegung bringen will. Im Clip zur Kampange tanzt Beyoncé zu ihrem Song „Move Your Body“ eine Choreografie, die ein Jeder nachtanzen kann und soll. Hier ist der schöne Clip. Man achte auf den etwas stämmigen Jungen, der die Tanzshow mit einer coolen Handbewegungen eröffnet. Der stiehlt sogar Beyoncé die Show.

Neuigkeiten aus der Welt des Kinos: Quentin Tarantino wird noch in diesem Sommer oder Herbst mit den Dreharbeiten zu „Django Unchained“ beginnen – das meldet die deutsche Cinema. So heißt es dort: „In seiner Version ist Django anfangs ein befreiter Sklave, der sich von einem deutschen Kopfgeldjäger (den ‚Inglorious Basterds‘-Fiesling Christoph Waltz spielen wird) zum Pistolero ausbilden lässt, später aber Jagd auf seinen Mentor macht, nachdem dieser mit den weißen Rassisten paktiert.“ Außerdem dabei sind Keith Carradine und Treat Williams. Auch der ursprüngliche Django-Darsteller Franco Nero wird wohl zumindest in einer Nebenrolle auftreten. Hier noch einmal der ursprüngliche Trailer von „Django“ für Nostalgiker:

Am 03. Juni wird ein neues Remix-Album von Depeche Mode erscheinen – bzw. eine Sammlung von alten und brandneuen Remixen. Die Tracks werden ihre komplette Bandkarriere umspannen – Songs vom 81er-Album „Speak And Spell“ sind ebenso drauf wie Tracks vom 2009er-Album „Sounds Of The Universe“. Den Remix von „Puppets“ von Röyksopp verschenken sie heute über die Website von Pitchfork. Außerdem gibt es die klassischen Mixe von M83, UNKLE, Trentemøller, François Kervorkian und Dan The Automator, außerdem brandneue Versionen von Stargate, Eric Prydz, Karlsson & Winnberg (von Miike Snow) und eben Röyksopp. Zusätzlich werden auf den erweiterten Varianten exklusive Remixe der ehemaligen DM-Mitglieder Vince Clarke und Alan Wilder zu finden sein – das erste Mal übrigens, dass diese beiden Musiker Stücke für ihre Ex-Kollegen neu überarbeitet haben.

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