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The Great Grandfathers 3.5 Stars
Hysterics

Tate Music Group

Saint Anthonsy's Fire von The Great Grandfathers Foto: Tate Music Group Saint Anthonsy's Fire von The Great Grandfathers "'Saint Anthonsy's Fire' ist das ertragreiche Resultat harter Arbeit mit einer Kombination diverser Sessions im Badezimmer und akribischer Studiofrickelei." Diese Zeilen entnimmt man dem Blog der Band The Great Grandfathers. Es ist das schrullige Erstlingswerk der Musiker aus St. Louis, einer Stadt, die auch schon Chuck Berry hervorgebracht hat.

Vielleicht ist das auch die Erklärung für den minimal merkwürdigen Bandnamen. Der heutige Song "Hysterics", den es zum freien Download gibt, findet sich darauf. Wenn man ihn hört, erahnt man sogleich, aus welch zahlreichen Elementen einzelne Songs des Longplayers bestehen und als welch hohe Kunst sich das Erschaffen derselbigen herausgestellt hat.

The Great Grandfathers setzt sich aus acht Musikern zusammen. Erinnert irgendwie sogleich an die Live-Shows der Chrystal Fighters. Am Gesang ist ebenso fast jeder beteiligt, nur der Bassist und der Schlagzeuger nicht. An dieser Stelle sei eben eine Liste der verwendeten Instrumente aufgezählt: Die obligatorischen Drei um Gitarre, Drums und Bass; dann Mandoline, Percussions, Shaker, Keyboard, Syntheziser, Flöte.

Besonders bizarr ist jedoch die genauere Arbeitsbezeichnung von Ryan Thomas Carpenter auf der Facebook-Seite der Band. Da steht: "Keys/ Vocals/ Party Starter". Was genau ein "Party Starter" ist wissen wir nicht, wir können es uns aber vage vorstellen.

Klingt nach einer Band, die man also unbedingt live ausprobieren sollte oder sie nach der Art Drogen fragen sollte, die sie sicherlich konsumieren. Erstaunlicherweise wirkt damit "Hysterics" nicht eine Sekunde überladen. Die Band versteht es perfekt, die Tonspuren zu einer harmonischen Gesamtheit zusammenzufügen, die beim mehrmaligen Hören immer wieder begeistert. Herauskommt ein prasselnder Popsong aus R&B'schem Soul und Lo-Fi-Indie-Rock. Vor allem die Bridge um Zeilen wie "Oh it's the Trial of Mary Dugan with sound// Oh Charles Ross ought to come back around" ist perfekt gelungen und Krönung des Soulmomentes.

Textlich gräbt man also auch in der Vergangenheit und bleibt dem Motto des Songtitels treu, indem man sich auf ein kriminologisches Meldodrama von Veiller bezieht. Wer genau mit Ross gemeint ist, müssen wir die Band bei Gelegenheit mal fragen....

>>>> zum Download (Download via Spinner)

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