Die ganze Rock- und Popgeschichte auf einem Klick!
von Oliver Hüttmann
Foto:
20th Century Fox
Filmposter: "Prometheus"
Der Meister hat sich noch mal seiner Schöpfung angenommen. Nach
drei Fortsetzungen von verschiedenen Regisseuren und etlichen
B-Movie-Ablegern kehrt Ridley Scott zum Ursprung seiner
"Alien"-Saga zurück. Ob es sich bei "Prometheus" allerdings um ein
Prequel oder doch ein eigenständiges Werk handelt, wird unter
Cineasten wohl noch lange diskutiert werden. Die Erwartungen waren
hoch und können sich je nach Sichtweise als Falle erweisen. Muss
man "Prometheus" überhaupt mit "Alien" vergleichen oder eher an
heutigen Produktionen messen?
Einerseits enthalten Plot und Sujet viele Querverweise. Da ist etwa der Raumkreuzer mit einer Mannschaft im Tiefschlaf, ein Android (Michael Fassbender), der die Doktrin der skrupellosen Weyland Corporation durchsetzt, und eine verzweifelt gegen das Unheil kämpfende Wissenschaftlerin (Noomi Rapace). Auf einem Planeten, wo die Schöpfer allen Lebens vermutet werden, dezimieren unheimliche Kreaturen dann die Crew. Auch der ruhige Aufbau, die eleganten, innere Spannung erzeugenden Bilder ähneln dem Original. Andererseits kann Scott selbst nicht geglaubt haben, dass er seinen Geniestreich von 1979 nur annährend erreichen würde. So muss man "Prometheus" als Zeichen aus einer vergangenen Kinowelt sehen, in der visuelle Effekte noch eine atmosphärische wie inhaltliche Komplexität kreieren und mehr bieten als reinen Schauwert. Und obwohl man tatsächlich die erste Mutation des Aliens erlebt, knüpft die Story nicht direkt an "Alien" an. Fortsetzung wird also folgen.

