Die ganze Rock- und Popgeschichte auf einem Klick!
von Oliver Hüttmann
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Hätte Kathryn Bigelow den Regie-Oscar nicht bereits 2010 für
ihren Irak-Film "The Hurt Locker" erhalten, müsste sie jetzt für
diesen CIA-Thriller über die Suche nach Osama bin Laden
ausgezeichnet werden. Maya (Jessica Chastain) stößt als
Nachwuchsagentin zu einem Team in Pakistan, das den Al-Qaida-Führer
aufspüren soll. Obwohl sie bei ihrem ersten Verhör eines Gefangenen
von der berüchtigten Waterboarding-Folter angewidert ist, zwingt
sie sich, hinzusehen. Später befiehlt sie nicht nur diese Methode,
sie verzichtet sogar auf eine Maske zum Schutz ihrer Identität. Für
Maya wird die Jagd auf bin Laden in fast zehn Jahren zur Obsession.
Ihr ganzes Leben untersteht dem einen Ziel, sie handelt
rücksichtslos gegenüber Feinden, Kollegen und sich selbst. Ihr
Blick ist oft müde, ihre Arme aber hat sie entschlossen vor der
Brust verschränkt, als halte sie sich so alle Gefühle vom Leibe.
Doch nachdem die Navy Seals beim fast dokumentarisch inszenierten
Angriff bin Laden liquidiert haben, stellt sich kein Triumph ein.
Bigelow zeigt die Schattenkrieger und ihren ethisch fragwürdigen
Dreckjob, ohne zu verherrlichen oder zu verurteilen. Gewalt und
Folter werden ausgestellt und erfahren auch durch die
Originalaufnahmen von verzweifelten Schreien aus dem World Trade
Center keine Legitimation. Mit verstörender Konsequenz bildet
Bigelow eine authentische Analyse von der Ambivalenz des Krieges
ab.
Hier gibt es den Trailer zum Film:

