Ranking: Die 10 besten Protestsongs aller Zeiten

Die 10 größten Protestsongs aller Zeiten – von Bob Dylan bis Rage Against the Machine.

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5. Barry McGuire, „Eve of Destruction“

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Bob Dylan hatte 1965 größtenteils aufgehört, Protestsongs zu veröffentlichen, wodurch ein Vakuum entstand, das Barry McGuire nur zu gern füllte. Seine Version von P.F. Sloans „Eve of Destruction“, ursprünglich den Byrds und den Turtles angeboten, wurde ein Nummer-eins-Hit.

Es waren die frühen Tage des Vietnamkriegs, doch die Kubakrise lag noch frisch in Erinnerung, und die Angst vor einem Atomkrieg war weit verbreitet. McGuire wandte sich später der christlichen Musik zu, doch „Eve of Destruction“ spielt er weiterhin bei seinen Auftritten.

4. Bob Dylan, „The Times They Are A-Changin’“

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Bob Dylans alter Freund Tony Glover erzählt eine erstaunliche Geschichte darüber, wie er einen Entwurf von „The Times They Are A-Changin'“ in einer Schreibmaschine fand: „I said to him, ‚What is this shit, man?‘ And he responded, ‚Well, you know, it seems to be what the people like to hear.’“

Ob Dylan die Protesthymne nun in einem Moment des Zynismus schrieb oder nicht, sie bleibt eines der prägenden Werke der 1960er-Jahre. Sie erschien Wochen nach dem Tod von JFK und nur wenige Monate bevor der Civil Rights Act von 1964 verabschiedet wurde. Es war eine Zeit gewaltiger kultureller Umbrüche, und Dylan fasste sie in einem dreiminütigen Folksong zusammen.

3. Buffalo Springfield, „For What It’s Worth“

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Entgegen der weitverbreiteten Annahme schrieb Stephen Stills „For What It’s Worth“ nicht über Vietnam. Er verfasste das Lied Ende 1966 aus Solidarität mit Hippies am Sunset Strip, die mit der Polizei wegen einer möglichen neuen Ausgangssperre aneinandergerieten.

Der Song wurde zum Durchbruchshit von Buffalo Springfield und startete die Karrieren von Stills und Neil Young. Zahlreiche Einsätze in Filmen und „Time Life“-Werbespots mögen seine Wirkung leicht abgeschwächt haben, doch er bleibt ein Klassiker.

2. Crosby, Stills, Nash and Young, „Ohio“

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Tage nach dem Kent-State-Massaker sah Neil Young ein Foto der 14-jährigen Mary Ann Vecchio, die über dem leblosen Körper des Studenten Jeffrey Miller kniete. Er goss seine Wut und Trauer in den Text zu „Ohio“ und rief seine Bandkollegen von Crosby, Stills, Nash and Young am folgenden Tag ins Studio, um den neuen Song aufzunehmen.

Obwohl „Teach Your Children“ im Radio lief, brachte das Label das fertige Stück eilig heraus, und noch vor Ende der Woche wurde es im Radio gespielt. CSNY trennten sich nur wenige Monate später, wodurch „Ohio“ zu ihrem wütenden Schlusswort wurde – zumindest bis zu den zahlreichen Reunion-Tourneen.

1. Bob Dylan, „Masters of War“

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In derselben Woche, in der Bob Dylan in New York City ankam, warnte der scheidende Präsident Dwight Eisenhower das Land vor den Gefahren des „military-industrial complex“. Seine Worte wurden weitgehend ignoriert, und nur zwei Jahre später stand die Welt noch näher an einem Atomkrieg.

Währenddessen verdiente die Rüstungsindustrie ein Vermögen und verteilte Geld in ganz Washington, D.C. Die Situation erzürnte Dylan, und er bündelte diesen Zorn in dem bissigen „Masters of War“. „I hope you die and your death will come soon“, schrieb er. „I’ll follow your casket in the pale afternoon and I’ll watch while you’re lowered to your death bed and I’ll stand over your grave ‚til I’m sure that you’re dead.“ Härter kann man es kaum ausdrücken.

Andy Greene schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil