Spezial-Abo

50 Cent verklagt Anwälte wegen verlorenem Sex-Tape-Prozess


von

Schlechte Verlierer waren bereits im Kindesalter wirklich nervig: Sobald die entsprechende Person einmal nicht an erster Stelle stand, wurde getobt, genervt, geheult. Selbstverständlich gibt es auch im Reich der Erwachsenen (zu viele) Menschen, die es nicht ertragen können, eine Niederlage einstecken zu müssen; so weit wie 50 Cent gehen dabei allerdings wahrscheinlich nur wenige.

Standesgemäßer Beef

Der US-amerikanische Rapper hat nämlich nun die Anwälte verklagt, welche ihn 2015 im Prozess um ein Sex-Video vertraten und diesen verloren – was angeblich der Auslöser dafür gewesen sei, dass Curtis Jackson, wie 50 Cent bürgerlich heißt, Privatinsolvenz anmelden musste. Doch ganz von vorne: Jackson soll 2015 ein Video auf seiner Website veröffentlicht haben, das Lastonia Leviston mit einem Mann beim Geschlechtsverkehr zeigt; Leviston ihrerseits hat ein gemeinsames Kind mit Rapper Rick Ross, welcher wiederum der Erzfeind von 50 Cent ist. Klar?

5 Millionen für ein Video

Wenn nicht, ist das auch nicht so schlimm, die Hauptsache ist: Jackson und Ross haben Beef, der offensichtlich auf dem Rücken von Leviston ausgetragen werden sollte. Die verklagte daraufhin 50 Cent und erhielt Recht, während der Rapper zu einer Zahlung von fünf Millionen Dollar verdonnert wurde – was ihn angeblich dazu gezwungen hat, in die Privatinsolvenz zu gehen. Deshalb fällt ihm jetzt ein, dass seine Anwälte Reed Smith und Peter Raymond ihn – laut seiner Aussage – betrogen haben sollen und ihn aufgrund von Beratungsfehlern dazu gedrängt hatten, den Insolvenzantrag auszufüllen.

Nachlässig, schlampig, unmoralisch

All das soll natürlich mit voller Absicht und berechnend passiert sein, weshalb 50 Cent sich nun seine Kohle von den Verantwortlichen zurückholen will – und wie ginge das besser als durch eine Klage? Die hat der Rapper nun gegen seine ehemaligen Anwälte aufgesetzt, der Hauptvorwurf ist, dass Jackson niemals einer Privatinsolvenz zugestimmt hätte, wenn er vom „nachlässigen, schlampigen und unmoralischen Verhalten“ der beiden Anwälte gewusst hätte.

Forderung: 32 Millionen

Nun fordert 50 Cent jedenfalls 7 Millionen Dollar Schadensersatz mit einem Strafzuschlag von 25 Millionen Dollar, Gegenstand der Klage ist die „Verletzung treuhänderischer Pflichten und Vernachlässigung der beruflichen Sorgfaltspflicht“. Wenn er nicht gerade vor Gericht abhängt, beschäftigt sich Curtis Jackson momentan übrigens vor allem mit Promi-Boxen: Momentan steht er als Mentor hinter Chris Brown, der bald im Ring gegen Rapper Soulja Boy kämpfen soll. Klingt spannend – ist es aber wahrscheinlich nicht.



Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Bruce Springsteen – „Tunnel Of Love“

Es war das Album nach „Born In The U.S.A.“, dem Mega-Mainstream-Meisterwerk mit den sieben Hit-Singles – wie hätte Bruce Springsteen danach nicht enttäuschen können? Zumindest die Massen, die mehr vom selben wollten. Er war drei Jahre später nicht mehr so an Rock-Hymnen interessiert; „Tunnel Of Love“ erzählt in leiseren Liedern davon, wie eine Ehe sein kann, wenn sie nicht so schiefgeht wie in „The River“. Springsteens Romantik, ob in „Tougher Than The Rest“ oder „All That Heaven Will Allow“, bleibt hemdsärmelig, aber klingt jetzt doch überraschend zuversichtlich. https://www.youtube.com/watch?v=SdJIpyiupJo In „Walk Like A Man“ bringt er sogar noch mehr Verständnis für…
Weiterlesen
Zur Startseite