Prince: Die letzte Reise eines Genies

In der ROLLING-STONE-Ausgabe 02/26: Die Titelgeschichte zu den letzten zwei Alben von Prince – plus weltexklusiver 7-Inch-Single. Lesen Sie hier einen Auszug.

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Der ROLLING-STONE-Ausgabe 02/26 liegt weltexklusiv eine 7-Inch-Single von Prince bei: „Fallinlove2nite“ auf der A-Seite, „Hardrocklover“ auf der B-Seite. Zur Vorbestellung der Ausgabe plus der Single, im Handel ab dem 30. Januar, geht es hier. 

Lesen Sie hier einen Auszug aus unserer Titelgeschichte:

Die Alben „Hit and Run Phase One“ und „Hit and Run Phase Two“, veröffentlicht im September 2015 bzw. Dezember 2015, wurden zu Prince‘ Vermächtnis. Ein ungeplantes Vermächtnis. Denn anders als die finalen Platten der todkranken Freddie Mercury („Innunendo“) oder David Bowie („Blackstar“) waren die „Hit and Run“-Alben keine geplanten Abschiedswerke. Prince‘ Tod am 21. April 2016 war ein Unfall. Er starb durch eine versehentliche Überdosis Fentanyl.

„Fallinlove2nite“ ist Classic Prince

„Phase One“ und „Two“ enthielten keine Abschiedsbotschaften. Aber sie enthielten in 23 Songs alles, was Prince seit Karrierebeginn 1978 ausgezeichnet hatte. Soul, Romanze, Petting, Eifersucht, Sex, Party. Aber auch Signale an eine Welt, die ihm Sorge bereitete. „Phase One“ beginnt sogar wie eine Best-of von Prince, arrangiert allein im Eröffnungslied „Million $ Show“. Auf ein Multi-Stimmen-Sample aus seinem Debütalbumstück „For You“ folgt ein Sample der berühmten „1999“-Intro-Ankündigung „Don’t worry, I won’t hurt you“, und schließlich die noch berühmtere, feierliche Kirchenorgel-Einleitung aus „Let’s Go Crazy“.

Wie eine letzte Werkschau vor dem Ableben also. Die Pointe besteht darin, dass Prince in der Nabelschau von „Million $ Show“ als Sänger seine Gesangspartnerin Judith Hill nur flankiert. Er selbst ist kaum zu vernehmen. Auch Rita Ora („Ain’t About To Stop“), Curly Fryz („Like a Mack“) und Lianne La Havas („Mr. Nelson“) singen mit.

Und Prince stellt die Drei nicht einfach aus, denn im Laufe der Jahre ähnelten seine Duette immer mehr Freestyles, in denen er staunt und beobachtet. Das swingende „Mr. Nelson“ (sein Geburtsname ist Prince Rogers Nelson) besteht allein aus der wiederholten, verzerrt vokalisierten Anrede „Mr. Nelson“ sowie der Zeile: „We don’t need no clouds, no / Where you are now / Is a place that does not require time.“ In Anbetracht seines baldigen Ablebens eine traurige, aber auch friedvolle Beschreibung.

Die Vorabsingle „Fallinlove2nite“ ist Classic Prince: Vollmondnacht, zwei Menschen tanzen und verlieben sich, dazu der Wunsch, nebeneinander aufzuwachen und dann zu sehen, was der Tag bringt. Typisch Prince ist auch, dass er die Sache bis zum Ende denkt – er beschreibt die Veränderung körperlicher Zustände („‘bout to go hard“) ebenso wie den Anspruch, allein deshalb auch alle anderen Menschen beglücken zu können, also auch die, die gar nicht mit ihm in die Kiste wollen – „y’all ready for me!“.

„Fallinlove2nite“ ist der ROLLING-STONE-Ausgabe 01/2026 als weltexklusive Seven-Inch-Single beigelegt, mit dem durch schwere Wah-Wah-Effekte getragenen Albumstück „Hardrocklover“ als B-Seite.

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