Bruce Campbell macht schlimme Botschaft seiner Ärzte öffentlich

Bruce Campbell hat eine Krebsdiagnose bekanntgegeben: behandelbar, aber nicht heilbar. Der „Evil Dead“-Star sagt Events ab und plant sein Comeback im Herbst.

ROLLING STONE Badge
Empfehlungen der Redaktion

US-Schauspieler Bruce Campbell, die Gruselfilm-Ikone aus „The Evil Dead“ (deutsche Version „Tanz der Teufel“), machte gestern am 2. März über seine Social-Media-Kanäle eine medizinische Diagnose öffentlich.Bei ihm sei Krebs diagnostiziert worden, erklärte der 67-Jährige; es handle sich um eine Form, die „behandelbar, aber nicht heilbar“ sei. Diverse US-Medien, darunter das „People“-Magazin, haben darüber berichtet.„Ich entschuldige mich, falls das ein Schock ist – für mich war es auch einer“, schrieb Campbell in seinem als Textgrafik veröffentlichten Beitrag. Den genauen Krebstyp nannte er dabei nicht.Mit einem für ihn typischen Schuss Galgenhumor leitete er die Mitteilung ein: Gesundheitsprobleme würden heutzutage gerne als „Opportunity“ bezeichnet, also im Sinne von Möglichkeit oder Gelegenheit – „also nennen wir es so“.

Arbeit tritt vorerst in den Hintergrund

Campbell betonte, dass er die Diagnose vor allem aus beruflichen Gründen öffentlich mache. „Ein paar Dinge werden sich ändern müssen“, schrieb er. Auftritte, Convention-Besuche und „der Job im Allgemeinen“ würden zunächst hinter die Behandlung zurücktreten müssen. Mehrere Fan-Events in den kommenden Monaten müsse er absagen – „mit großem Bedauern“.Sein Ziel sei es, „so gut wie möglich über den Sommer zu kommen“, um im Herbst mit seinem neuen Film „Ernie & Emma“ auf Tour gehen zu können.

Die Komödie, bei der Campbell Regie führte, das Drehbuch schrieb und selbst die Hauptrolle übernahm, markiert eines seiner persönlichsten Projekte der letzten Jahre.Gleichzeitig stellte er klar, dass er seine Erkrankung nicht öffentlich mache, um „Mitgefühl oder Ratschläge“ zu sammeln, sondern um möglichen Fakes oder Falschinformationen zuvorzukommen. Er sei „ein harter alter Bastard“ mit „großartiger Unterstützung“ – und rechne damit, „noch eine Weile hier zu sein“.

Kultstatus seit „The Evil Dead“

Campbell gilt seit Jahrzehnten als Ikone des Genrekinos. Seinen Durchbruch feierte er 1981 in „The Evil Dead“ von Sam Raimi, einem Low-Budget-Horrorfilm, der sich zum Kultklassiker entwickelte. In der Rolle des kettensägenschwingenden Ash Williams wurde Campbell zu einer schrägen Identifikationsfigur für eine ganze Generation von Nerd-Fans.Er kehrte mehrfach ins „Evil Dead“-Universum zurück – sowohl in den Fortsetzungen als auch in der Serienadaption „Ash vs Evil Dead“.

Zuletzt war er als Sprecher in „Evil Dead Rise“ (2023) beteiligt. Für den kommenden sechsten Teil der Reihe, „Evil Dead Burn“, avisiert für den 24. Juli 2026, fungiert Campbell als Executive Producer.Neben Horrorproduktionen war der Mann aus Royal Oak, Michigan, immer wieder in Mainstream-Formaten unterwegs – von Serien-Cameos bis hin zu markanten Nebenrollen in großen Studiofilmen. Besonders seine Zusammenarbeit mit Regisseur-Kumpel Sam Raimi, etwa in dessen „Spider-Man“-Trilogie, wurde von seinen Jüngern gefeiert.

Unterstützung aus der Community

Unter Campbells Post meldeten sich zahlreiche Fans mit Genesungswünschen. Viele lobten seinen offenen Umgang mit der Diagnose und bekundeten ihre Solidarität. Die Resonanz unterstreicht einmal mehr den besonderen Status, den Campbell in der Popkultur genießt: als charismatischer B-Movie-Held, selbstironischer Entertainer und verlässliche Größe auf Fan-Conventions weltweit.Wie es gesundheitlich bei ihm weitergeht, bleibt vorerst privat. Campbell plant jedoch, sich keineswegs kampflos geschlagen zu geben – weder persönlich noch künstlerisch.

Ralf Niemczyk schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.