Travis Barker über Blink-182 und seine überraschende musikalische Inspiration

Travis Barker über seine neue Vans-Kampagne, die besten Blink-182-Tracks und warum Animal von den Muppets sein größtes Vorbild ist.

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Anmerkung: Das Interview entstand im Rahmen der Reihe „RS Recommends“ der US-Kollegen.

1992 tat sich ein Jugendlicher aus Fontana, Kalifornien, mit zwei anderen Teenagern aus SoCal zusammen und legte damit den Grundstein für eine der besten Punkrock-Bands überhaupt: Blink-182. Das für einen Grammy nominierte Trio tourte durch die ganze Welt und landete Hits wie „All the Small Things“ und „I Miss You“.

Für Travis Barker, dessen präzises, rasantes Spiel am Schlagzeug zum Markenzeichen des Bandsounds wurde, hat sich seit den Anfangstagen manches nicht verändert – unter anderem, was er an den Füßen trägt. Lange vor irgendwelchen Endorsement-Deals gehörten Vans zu seinem Look. Heute, Jahrzehnte später, steht er im Mittelpunkt der „Off the Wall“-Kampagne der Marke, die laut einer Pressemitteilung des Unternehmens „60 Jahre Authentic-Schuhe und die Menschen feiert, die ihrer Bedeutung stets Form gegeben haben“.

Wir haben uns mit Barker über die Kollaboration unterhalten (einige Styles gibt es weiter unten zu shoppen), über Blink-182 und darüber, was ihm noch immer denselben Kick gibt wie das Spielen in winzigen Clubs in San Diego. Das vollständige Interview.

DIY von Anfang an

Wann haben Sie zum ersten Mal gemerkt, dass Sie das „Off the Wall“-Motto von Vans wirklich leben?
Es war von Anfang an DIY. Ich habe mit ungefähr vier Jahren angefangen, Schlagzeug zu spielen – einfach indem ich Animal aus „The Muppets“ zugeschaut habe. Als Kind, mit 14 oder 15, habe ich Anzeigen in Zeitungen aufgegeben, um Bands zu finden, ohne meinen Eltern davon zu erzählen. Dauernd riefen Leute zu Hause an, und ich war auf Probespielen. Alles war DIY.

Ich glaube, das war ein Segen. Meine Familie hatte nicht viel – kaum Ressourcen –, aber das hat mich angespornt, umso härter zu kämpfen. Es gibt eine Geschichte, die ich immer wieder erzähle: Als ich 17 war und die High School abschloss, sagte mein Vater: „Du musst zum Militär, Miete zahlen oder ausziehen, und du musst mindestens 60 Stunden die Woche arbeiten.“ Das hat mich gezwungen, auf eigene Faust klarzukommen.

Also zog ich nach Laguna, spielte in einer Punkrock-Band, arbeitete als Müllmann und fand meinen Weg. Meine Ziele waren nicht allzu weit weg, ganz simpel: Musik machen, Schlagzeug spielen, genug Geld zum Essen haben, irgendwo schlafen können und überleben.

Erste Begegnung mit Vans

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Was ist Ihre früheste Erinnerung an Vans?
Das war in Fontana, Kalifornien, wo ich aufgewachsen bin. Es gab dort einen Laden – dort habe ich als Kind mein erstes Paar Schuhe gekauft. Einmal im Jahr sind wir hingegangen, um ein neues Paar zu holen, und damals konnte man sie noch selbst gestalten: Sohle aussuchen, den Streifen drum herum, jede Farbkombination, die man wollte. Ich erinnere mich noch an den Geruch des Ladens.

Das war das Coolste überhaupt. Ich glaube, ich habe Vans damals eher mit Skateboarden und BMX verbunden. Punkrock habe ich erst so um ’85 entdeckt – eine großartige Zeit dafür. Dann sah ich, dass auch alle meine Idole Vans trugen. Für mich führt alles zu Vans zurück.

Wenn ich mir alte Fotos anschaue – ich bin gerade dabei, eine Doku fertigzustellen, die Interscope über mich gemacht hat, die wird gerade abgeschlossen –, aber rückblickend trug ich Vans schon lange, lange, lange bevor die Marke wusste, wer ich bin. Ich habe sie einfach immer geliebt. Ich sage immer, es gab Zeiten, in denen ich andere Schuhdeals hatte und Ärger bekam, weil ich Vans trug. Die sagten dann: „Wenn wir dich noch einmal mit Vans erwischen, sind wir fertig.“

Musik verbindet alle

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Sie sind in dieser Kampagne zusammen mit Künstlerinnen wie Hayley Williams und SZA. Was begeistert Sie daran, so unterschiedliche Ecken der Musikwelt zusammenzusehen?
Ich liebe kollaborative Fotoshootings, Musik, alles in der Art. Zu sehen, wie Menschen aus den verschiedensten Lebenswelten dieses eine gemeinsame Lifestyle-Element teilen – nämlich Vans –, ist einfach großartig.

Ein Themenwechsel: Schlagzeuger sitzen normalerweise im Hintergrund der Bühne, aber Sie haben das zum Hauptereignis gemacht. War das immer Absicht, oder hat sich das einfach so ergeben?
Ich komme immer wieder auf Animal zurück. Er war der erste Schlagzeuger, den ich je gesehen habe, und er war ein Erlebnis – voller Energie, und er war verrückt. So war Schlagzeugen für mich. Wenn ich also andere Schlagzeuger sehe, die nicht wirklich dabei zu sein scheinen, keinen Spaß haben oder nicht fest zuhauen, springt der Funke nicht über.

Kurz nach Animal kam Buddy Rich, und ich fing an, mich mit anderen großartigen Schlagzeugern zu beschäftigen. Aber selbst Buddy war überall gleichzeitig, voller Energie, und spielte unglaublich schnell. Auch er war ein Tier. Daher kommt mein Stil.

Und es wird nie einen Moment geben, in dem ich nicht so spiele – nicht bis ich sechs Fuß unter der Erde liege. Ich werde niemals da raufgehen und einfach auf Autopilot schalten. Das ist unmöglich. Das liegt mir einfach nicht.

Zuhören ist alles

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Sie haben mit Künstlern aus Punk, Hip-Hop, Pop und Metal zusammengearbeitet. Wenn Sie jemanden aus einer völlig anderen Welt treffen, worauf hören Sie als Erstes?
Ich habe diese Regel: Es gibt keine Musik, die ich nicht mag. Man kann mir irgendetwas auflegen, und ich finde immer etwas daran, das mich anspricht. Es kommt auf das Genre an. Bei Metal höre ich meistens auf das Schlagzeug, obwohl manche Bands auch viel Melodie haben. Ja, bei Punkrock höre ich auf den ganzen Song. Bei Bad Bunny oder J Balvin konzentriere ich mich auf das Schlagzeug und die Patterns und versuche, da reinzufinden. Und bei Rap höre ich auf alles.

Nach zwei oder drei Minuten habe ich das Muster eines Songs meistens schon verinnerlicht, auch wenn es nicht so aussieht, als würde ich es lernen. In meinem Kopf läuft das so: „OK, die Kickdrum macht das, die 808 macht das, die Hi-Hats machen das.“ Das gilt für alles. Genauso für Klassik, Reggae, was auch immer. Ich höre das alles gerne. Man hört nie auf zu lernen, solange man weiterhört.

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Blink-182: Mythen und Lieblingstracks

Nach allem, was Blink-182 durchgemacht hat – welches Missverständnis hält sich bei der Band am hartnäckigsten?
Wir reden ziemlich offen darüber, aber die Leute streiten sich immer noch, ob es Blink-182 [gesprochen: one-eighty-two] heißt oder einfach Blink-182 [gesprochen: one-eight-two], und woher die „182“ kommt. Wir lügen einfach und erfinden jedes Mal neue Erklärungen dafür. Am Ende rollt es einfach schön von der Zunge.

Was ist Ihr Lieblings-Blink-182-Song aller Zeiten?
Oh, das ist schwer, es gibt so viele, die ich aus verschiedenen Gründen liebe. Ich habe gerade daran gedacht, wie gut „Neighborhoods“ ist. Das Album wird ein bisschen unterschätzt, weil wir es unabhängig veröffentlicht haben, aber es ist wirklich stark. Auf unserer letzten Tour haben wir tatsächlich viele Songs davon gespielt.

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Blink-182 gibt es seit Jahrzehnten. Was macht die Band Ihrer Meinung nach so zeitlos?
Ich glaube, es ist die Treue zu sich selbst, egal was gerade passiert. Ich sage immer: Wenn die Ramones noch Musik machen würden, würde sie wie die Ramones klingen, und wir würden alle zuhören und genau das hoffen. Diese Art von Authentizität ist zeitlos – sie versucht nicht, modernen Produktionstrends oder Sounds nachzujagen.

Songs, die wirklich großartig sind, sind ebenfalls zeitlos. Man kann sie in jedem Stil spielen – akustisch, Trap, Rock, Ballade –, und sie funktionieren trotzdem. Für mich hängt Zeitlosigkeit mit Integrität und Haltung zusammen; sie trägt Bedeutung in sich und hält ewig.

Sehen Sie Teile Ihres jüngeren Ichs in den Künstlern von heute?
Oh, auf jeden Fall. Besonders vor ein paar Jahren mit Lil Peep, der durch die Decke ging, und X und all diesen Künstlern. Ich höre das ständig, und es schmeichelt mir, ich bin geehrt. Keiner von uns erschafft wirklich etwas völlig Originelles – alles ist von jemandem oder etwas inspiriert.

Was gibt Ihnen noch immer denselben Rausch wie das Spielen in den Neunzigern?
Es ist die Musik. Einfach die Musik. Einen Song zu machen, der einem eine Gänsehaut gibt – das wird nie alt. Selbst eine Performance anzuschauen kann das auslösen. Da ist zum Beispiel eine Aufnahme von den Grammys 2010 mit mir, Wayne, Drake und Eminem, und die gibt mir noch immer jedes Mal eine Gänsehaut. Das Gefühl macht mich zum Incredible Hulk, mächtiger als alles andere. Musik lässt einen unbesiegbar fühlen, und genau das liebe ich daran.

Die Kollektion jetzt erhältlich

Der erste Drop der Vans-„Off the Wall“-Kollektion ist ab sofort erhältlich. Der zweite folgt am 2. April.

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Alexis Mikulski Ruiz schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil