Willie Nelson ist jetzt 93. Was ihn weitermachen lässt

Nelson tourt weiterhin und startet nächsten Monat in Texas eine neue Konzertreihe – ungebrochen und unaufhaltsam.

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Willie Nelson wurde am Mittwoch 93 Jahre alt – und denkt nicht daran, kürzer zu treten. Nur drei Tage später, am Samstag, dem 2. Mai, headlinet der Red Headed Stranger ein Konzert im Whitewater Amphitheatre in New Braunfels, Texas. Danach folgen mehrere Shows im Südosten der USA, bevor am 3. Juli die 2026er-Ausgabe der Outlaw Music Festival Tour beginnt.

Nelson spielt diese Gigs, obwohl seine Tourband – die Family Band – in den vergangenen Jahren eine Verluststrähne hinnehmen musste. Gitarrist Jody Payne starb 2008, Bassist Bee Spears 2011, und Nelsons langjähriger Drummer und Sparringspartner Paul English ging 2020. Und dann war da noch „Sister Bobbie“: Nelsons klavierspielende ältere Schwester Bobbie Nelson hinterließ 2022 mit ihrem Tod eine klaffende Lücke im Willie-Universum.

John Spong, Moderator des Podcasts „One by Willie“ und Autor beim „Texas Monthly“, hat seine eigene Theorie, wie Nelson trotz all dieser Verluste weitermacht. Im Gespräch mit dem ROLLING-STONE-Podcast „Nashville Now“ sagt Spong, Nelsons Beharrlichkeit sei eine „spirituelle“ Angelegenheit – besonders wenn es um Bobbie geht.

Bobbie immer dabei

„Ich kann mir nicht vorstellen, wie sehr er sie vermisst. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er sie nicht bei sich spürt, wenn er auf der Bühne steht“, sagt Spong.

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Spong, ein ausgewiesener Willie-Kenner, der die Countrylegende unzählige Male interviewt und für das „Texas Monthly“ an Albumrankings mitgearbeitet hat, wird emotional, wenn er an die verstorbenen Mitglieder der Family Band denkt.

„Ich will nicht zu schwärmerisch klingen, aber ich glaube nicht, dass [Willie] es für sie tut. Ich glaube, er tut es in einem echten Sinne mit ihnen“, sagt er. „Noch immer.“

Crossover-Episode mit Tiefgang

Spongs Auftritt ist Teil einer besonderen Crossover-Episode zwischen „One by Willie“ und „Nashville Now“, die Nelsons Alben und Songkatalog unter die Lupe nimmt – und dabei auch „My Heroes Have Always Been Cowboys“ in den Fokus rückt: Nelsons fünfte Nummer-eins-Single und das Titelstück zum Robert-Redford-Film „The Electric Horseman“ von 1979. Die vollständige Episode gibt es unten zu sehen.

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Den wöchentlichen Country-Musik-Podcast des ROLLING STONE, „Nashville Now“, moderiert von Senior Music Editor Joseph Hudak, gibt es zum Download und Abonnieren bei Apple Podcasts oder Spotify (oder wo auch immer ihr eure Podcasts hört). Neue Folgen erscheinen jeden Mittwoch mit Interviews von Künstlerinnen und Künstlern wie Vince Gill, Lainey Wilson, Hardy, Charley Crockett, Kings of Leon, The Black Crowes, Carly Pearce, Brandon Lake, Breland, Bryan Andrews, Noeline Hofmann, Devon Gilfillian, Gavin Adcock, Amanda Shires, Shooter Jennings, Margo Price, Ink, Ne-Yo, Rival Sons‘ Jay Buchanan, Halestorm, Dusty Slay, Lukas Nelson, Ashley Monroe, Old Crow Medicine Shows Ketch Secor, Clever sowie den Autoren Marissa R. Moss, Josh Crutchmer, Mark Gray und Jonathan Bernstein.