Flower Face: Erstmals live in Deutschland – Köln und Berlin

Flower Face kommt erstmals für Headline-Shows nach Deutschland. Ruby McKinnon spielt am 12. November in Köln und am 14. November in Berlin – ROLLING STONE präsentiert.

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Rolling Stone präsentiert: Flower Face erstmals in Deutschland

Ruby McKinnon, die unter dem Namen Flower Face seit über einem Jahrzehnt ein eigenes Universum aus sanfter Stimme und wohlwollenden Gitarrenklängen aufbaut, kommt im November für zwei Headline-Shows nach Deutschland. ROLLING STONE präsentiert.

Die Kanadierin ist mit sechs Alben alles andere als eine Newcomerin, auch wenn ihr Weg in die internationale Wahrnehmung lange ein leiser war. Angefangen hat alles in Windsor, Ontario, in der späten Tumblr-Ära. In welcher McKinnon sich durch die Bandcamp-Profile junger Songwriter las, die zu Hause aufnahmen, und beschloss, das auch zu können. Ihr Vater, der im Radio arbeitete, hatte einfaches Aufnahme-Equipment im Haus und zeigte ihr den Umgang damit. Was folgte, war eine Serie von DIY-Veröffentlichungen, die sie ohne Erwartung ins Netz lud – und die über Jahre hinweg eine internationale, fast geheime Hörerschaft fand. Schließlich erschien 2017 Fever Dreams, das erste Album, mit dem sie aus dem Schlafzimmer-Setup heraustrat; 2018 folgte das konzeptionell durchkomponierte Trennungsalbum Baby Teeth. Doch der eigentliche Durchbruch gelang 2022 mit The Shark in Your Water, üppig arrangiert und kritisch gefeiert.

Ihr aktuelles Album „Girl Prometheus“ (2024) ist Trennungsalbum und Selbstverortung zugleich. Zwischen geflüsterten Beichten und großen, beinahe orchestralen Höhen entfaltet sich ein verletzlicher, bewusst inszenierter Kosmos, in dem Streicherarrangements gegen scharfkantige Lyrics antreten. Stereogum führte sie folgerichtig im Sommer 2024 als „Artist To Watch“, Paste zählte sie zu „The Best of What’s Next“.

Vom synthetischen Klang zum emotionalen Höhepunkt

Songs wie „Pushing Daisies“ beeindrucken besonders mit ihrem klimaktischen Aufbau, der mithilfe von Streichern in einer großen Produktion mündet. Umso mehr überrascht, dass McKinnon mit dem Sound zunächst ganz und gar nicht zufrieden war. Die Streicher schrieb sie zunächst in einer Notationssoftware, deren synthetischen Klang sie laut Stereogum verabscheute. Das spätere Einspielen mit echten Musikern im Studio beschrieb sie als emotionalen Höhepunkt der Produktion.

Wer dieses Soundprofil aus Streichern, Klavier und Gitarre live erleben möchte, kann dies am 12. November 2026 in Köln (YUCA) und am 14. November 2026 in Berlin (LARK) tun.